Hier können Sie die Geschichte von Buska und Norka verfolgen, zwei alten Angsthunden aus einem polnischen Tierheim, die in der Tierauffangstation Labömitz mit Hilfe Ihrer Spenden ins Leben zurück geführt werden. Wenn auch Sie uns dabei helfen möchten, den monatlichen Betrag von 300 € für Unterbringung und Resozialisation zusammen zu bekommen, hier unsere Kontoverbindung:

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Betreff Buska und Norka

Danke an alle Paten


Stand 18.1.2015 – Das Jahr fing traurig an


NORKA

Norka

Norka ist am 18. Januar über die Regenbogenbrücke gegangen.

…..du bist meine ganz besondere Hundedame und habe dich heute mit viel Tränen auf den Weg zur Regenbogenbrücke begleitet.

Aus meinen Augen unvorbereitet und plötzlich ohne Vorankündigung.
Für dich liebe Norka ganz sicher nicht. Die letzten Wochen hast du dich als ehemalige Angsthündin von deiner Angstfreundin Buska liebevoll abgenabelt. Ihr habt Euch euer Körbchen nicht mehr geteilt, ihr hatte jeder sein Platz. Du hast dich auch kaum noch beschützend vor deine Buska gestellt, auch nicht mehr stellen müssen.

Beide habt ihr einen wahnsinnigen Weg hinter euch und konntet einen Großteil eurer Ängste ablegen. Nun ist Ben da und du wusste du lässt Buska nicht alleine zurück. Dein Ziel hast du erreicht.

Du konntest so in Frieden gehen. Norka, du wirst uns fehlen. Ich schreibe diesen Brief, Du liegst neben mir und Buska in meinen Armen. Deine Buska wird eines Tages wieder bei Dir sein.

Kurz nach eurem happy End ein so schnelles Ende, ich bin so endlos traurig, aber auch so stolz auf dich, was Du geleistet hat. Du und Buska werdet als Duo weiter in meinem Herzen sein, für immer. Ich hab dich so lieb.

Letzte Nacht hatte unsere Herzensdame einen schlimmen Erstickungsanfall gehabt und ist nicht mehr zur Ruhe gekommen. Das Röntgenbild zeigt riesige Tumore auf der Lunge. Norka ist schnell und friedlich eingeschlafen in meinen Armen, ohne gegen den Tod zu kämpfen.

Ben hat hier sein Zuhause gefunden und ein neues Duo Buska und Ben werden ein gemeinsames Hundeleben mit uns leben.

Traurige Grüße Jenny


Sand 29.09.2014


„Und wir singen diese Lieder,
tanz’n mit Tränen in den Augen
Jake wird nun unser Held,
und diese Welt kann es nicht glauben…
Und wir stehen nun im Leben,
woll’n normale Hunde sein,
Frauchen wird uns immer lieben
und sie lässt uns nie allein…“

Was noch vor einem halben Jahr der sehnlichste Wunsch der beiden Patenklassen aus dem Harz war und was sie in ihrer Version des Liedes von Adel Tawils Song „Lieder… für alte Hunde“ an ihrem Frühlingsfest allen Eltern vortrugen, ist nun Realität geworden.

Buska und Norka wollen normale Hunde sein… und können es auch.

Dass diese Entwicklung aber in so kurzer Zeit von statten ging, hat selbst Jenny Burgholds kühnste Erwartungen bei weitem übertroffen.

Vor einer Woche noch entschloss sie sich spontan, Buskas und Norkas Eingliederungsversuch in das Familienleben zu verlängern und behielt sie über Nacht bei sich im Haus. Und nun, nach einer weiteren Woche steht ihr Entschluss fest, sie nicht mehr in die professionelle Pflegestelle zurück zu bringen, sondern ihnen weiterhin die Möglichkeit zu bieten, in ihrer Familie, in ihrem Haus und Garten das ganz normale Familienleben zu erleben… bis das perfekte Plätzchen für sie gefunden wird… ein Plätzchen, wo sie ihren Lebensabend gemeinsam verbringen können.

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Da Digby und Sara auch bei Jenny wohnen, hat sie in den letzten Tagen mit Hilfe von Kathrin Schmidt und Joachim Ehmke (ganz lieben Dank!) das Grundstück mit einem zusätzlichen Zaun geteilt, damit Buska und Norka vorerst ungestört genug Auslauf haben. Rückzugmöglichkeit bietet ihnen das große Gartenhaus.

Buska und Norka Gartenhaus2Buska und Norka Gartenhaus

Wenn Jenny allerdings auch dort ist, folgen sie jedem ihrer Schritte – selbst Buska, von der wir noch vor zwei Wochen berichteten, dass sie sich wahrscheinlich nicht so sehr an Menschen binden und eher die Gegenwart ihrer Hundefreundin Norka bevorzugen wird!
Seit aber Jenny und vor allem die kleine Martha in ihr Leben getreten sind, hat sich das geändert. Auch wenn man es sich nicht recht vorstellen kann, Buskas Vertrauen wurde durch dieses quirlige, kleine Mädchen gewonnen und seltsamerweise bringt Buska in ihrer Gegenwart so schnell nichts aus der Ruhe.
Norka meint zwar immer noch, ihrer Hundefreundin bei jeder neuen Erfahrung beistehen zu müssen und läuft dann immer sofort zu ihr hin, aber Buska zeigt kaum noch Unsicherheiten und die beiden liegen auch nicht mehr ständig zusammen in einem Hundebettchen. Mittlerweile hat jeder sein Stammplätzchen gefunden, wo er sich wohl fühlt.

Buska Rückzug

Norka Rückzug

Nicht nur im Garten auch im Haus hat es Veränderungen gegeben.

Abtrennung

Ein Teil wurde mit einer Schiebetür abgetrennt und Jenny konnte gestern Morgen ein völlig entspanntes Verhalten der beiden ehemaligen Angsthündinnen beobachten: Als sie die Schiebetür aufschob, um sie zu wecken, erhob sich jeder der beiden aus ihrem eigenen Körbchen, reckte und streckte sich ausgiebig und kam dann völlig gelassen und entspannt, um Jenny zu begrüßen… so als hätten sie nie etwas Anderes gemacht… zwei ganz normale Hunde an einem ganz normalen Morgen in einer ganz normalen Familie…

Und so soll es auch bleiben: Jenny lässt sie an allem Teil haben, was so in einem Haushalt zu tun ist. Ob beim Essen vorbereiten oder Fernsehen, im Haushalt oder beim Erledigen von Arbeiten für ihre Firma, Buska und Norka dürfen dabei sein, wenn sie wollen.
Selbst der Saugroboter in Aktion wird nicht misstrauisch beäugt sondern neugierig beschnüffelt.

Tagsüber, wenn Jenny zur Arbeit fährt und Martha im Kindergarten ist, können sie in aller Ruhe ihre Zeit im Auslauf verbringen.

Jenny hat sich entschlossen, ihre beiden anderen Hunde Digby und Sara erst einmal mit zur Arbeit in ihr Institut mitzunehmen.
Wie früher ihr Jake können sie während der Arbeitszeit auf dem Grundstück bleiben, sogar Jakes alte Hundehütte findet nun wieder Verwendung.

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In wie weit man die Hunde zusammenführen kann, muss sich zeigen. Da Haus und Garten aber groß genug sind und immer schon mehreren Hunden Platz und Rückzugsmöglichkeiten geboten haben, kann man auch diese Entwicklung gelassen abwarten.
Jenny hat keine Ansprüche… Buska und Norka werden immer ehemalige Angsthunde sein und vielleicht immer ihre Eigenheiten bewahren… aber so schnell wie die beiden sich in den paar Tagen weiter entwickelt haben, haben sie vielleicht sogar noch ein paar Überraschungen parat…

Der Weg ist das Ziel…


Stand 22.09.2014


Da auch der zweite Besuchstag so komplikationslos und harmonisch verlaufen war, hatte Jenny gestern Abend kurzerhand beschlossen, den Besuch der beiden Hundedamen Buska und Norka zu verlängern und sie über Nacht im Haus zu behalten.

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Nachdem sich Martha mit einem Gute-Nacht-Küsschen von ihren neuen Freunden ins Bettchen verabschiedet hatte, verbrachte Jenny mit Buska und Norka einen völlig entspannten Abend vor dem Fernseher.

Als es auch für Jenny Zeit wurde ins Bett zu gehen, wurden die Hündinnen kurzzeitig ein wenig unruhig. Nachdem sie sich aber vergewissert hatten, dass Jenny und Martha noch da waren, fanden sie sich schnell mit der unbekannten Situation ab und legten sich auch zum Schlafen in ihr Hundebettchen.

Nachts um 1 h hörte Jenny dann ein leises Winseln und stand sofort auf. Die Hundedamen standen an der Tür und wollten in den Vorgarten. Jenny war nicht schlecht erstaunt darüber, dass sie tatsächlich anzeigten, dass sie ihr kleines Geschäft verrichten mussten. Anschließend konnten alle die restliche Nacht ohne weitere Störungen verbringen.

B und N Jenny

Am nächsten Morgen brachte Jenny Martha in den Kindergarten, holte ihre Arbeit nach Hause und auch diese kurze Zeit alleine im Haus schafften die Hunde ohne Anzeichen von Angst oder Stress.

Alles lief ab, wie in einer „richtigen Familie“ und Jenny ist unglaublich glücklich, dass ihr Versuch, die Hunde an ein Familienleben im Haus zu gewöhnen, bislang ohne Probleme verlief.

Am Ungewöhnlichsten ist dabei die Tatsache, dass die beiden Hunde so schnell die Gegenwart eines kleinen Kindes akzeptiert haben, denn dies stellt doch eine gewaltige Veränderung zu ihren bisherigen Begegnungen mit Menschen dar. Ein kleines Kind konfrontiert sie mit ungestümen Umarmungen und plötzlichem Gekreische. Während Norka dann eher die Tendenz zeigt, mit leichtem Rückzugsverhalten zu reagieren, hat Buska ganz gegen unsere Erwartungen Vertrauen und folgt ihrer kleinen Menschenfreundin, bleibt neben ihr, wenn Martha in ihr Hundebettchen steigt. Hier hat sich von Beginn an eine Bindung aufgebaut, die Buska ein großes Stück an Sicherheit vermittelt. Sehr beruhigend für Jenny als Mutter, denn ehemalige Angsthunde könnten auch durchaus anders darauf reagieren.

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Die Buska-und-Norka-Tasse steht symbolisch auf dem Tisch…

die beiden Hunde sagen Dankeschön an alle, die an dem langen Weg ihrer Resozialisierung beteiligt waren… die ihnen mit viele Liebe, Zeit, Geduld und Einfallsreichtum geholfen haben, ihre Ängste und Blockaden zu überwinden, die bei Rückschlägen nicht aufgaben, die mit Aktionen Geld gesammelt haben, um diese ersten Monate bezahlen zu können, die auch heute noch mit ihrer Patenschaft Buska und Norka auf dem letzten Stück des Weges vom Angsthund, der sein ganzes Leben hinter den Gittern eines polnischen Tierheims verbracht hat, hin zu einem normalen Leben eines Familienhundes unterstützen. Gemeinsam kann man alles schaffen… Danke!


Stand 21.09.2014


Und weil’s vor zwei Tagen so gut geklappt hat, besuchten die beiden Hundedamen Jenny Burghold und Martha heute gleich noch einmal!
Allerdings wurde aus der Hausbegehung mit Probewohnen heute gleich eine regelrechte Hausbesetzung.

Obwohl es für Buska und Norka erst das zweite Mal war, dass sie Erfahrungen in einer Wohnung sammeln konnten, zeigten sie heute keine Spur mehr von irgendeiner Unsicherheit! Man könnte sagen, sie fühlten sich im wahrsten Sinne des Wortes rundum wie Zuhause!

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An ihrem selbstgewählten Rückzugsplätzchen fanden sie heute ein Hundebett vor, das sie sofort als ihr Lager akzeptierten und dort auch ausgiebig mit Martha kuschelten. Und auch Jenny konnte sich dazugesellen und die Hundedamen streicheln. Diese Fotos sagen mehr als 1000 Worte und das Video, das Jenny von den drei Damen drehte, ist zum „Weinen schön“ (zurzeit leider nur auf unserer Facebook-Seite zu sehen)… der Wunsch der Patenklassen aus dem Harz, durch ihre Aktionen mitzuhelfen, den ehemaligen Angsthündinnen eine Chance auf einen zweiten Frühling und ein „normales“ Hundeleben in einer Familie zu ermöglichen, ist in greifbare Nähe gerückt.

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Besonders erstaunlich ist, dass Buska, die sich draußen als zurückhaltender und scheuer zeigt, im Haus die Selbstbewusstere ist. Sie lief am letzten Freitag als erste ins Haus und auch heute wurde „unter ihrer Führung“ Marthas Kinderzimmer inspiziert, als Jenny mit Martha kurz aus dem Raum ging.

Wir sind gespannt, wie es mit den beiden weitergeht… und bei dem rasanten Tempo, das sie zurzeit in ihrer Entwicklung vorlegen, werden wir wahrscheinlich in kürzeren Abständen über die Fortschritte berichten, die die beiden „Hausbesetzer“ machen.

Wir sind unglaublich gespannt!


Stand 19.0.09.2014


Tagesausflug mit Probewohnen

Selbst für Jenny Burghold, die schon so viele Nothunde kennen gelernt hat, um für sie die passenden Menschen zu finden, war es ein atemberaubendes Erlebnis, Buska und Norka das erste Mal in einer Wohnung zu erleben.

Jenny hatte die beiden ehemaligen Angsthündinnen aus ihrer Pflegestelle abgeholt und mit dem Auto zu ihrem Haus in Bad Segeberg gefahren.

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Dort sprangen sie sofort aus dem Auto und beschnupperten das ganze Grundstück vor dem Haus. Und gegen alle Erwartungen war es die scheuere Buska, die als erstes durch die offenen Eingangstür ins Haus lief, um sogleich vorsichtig den gesamten Wohnungsbereich zu inspizieren. Norka folgte der Freundin auf dem Fuß und auch wenn sie sich ein wenig scheu zeigte, siegte bald die Neugier und der erste Rückzugsort unter dem Tisch wurde schnell wieder verlassen. Schließlich beschnupperten beide die neue Umgebung ganz ausgiebig.

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Jenny ließ ihnen jede Zeit und Freiheit und genoss es zu beobachten, wie sie sich das erste Mal in einem Spiegel betrachteten oder den ungewohnten Geräuschen im Haus lauschten, als Jenny in der Küche hantierte. Dass sie anfangs ein wenig aufgeregt waren und keine Leckerlis annahmen, kann man ihnen nicht verübeln.
Aber trotz der anfänglichen Unsicherheit sind keine „kleinen Malheure“ passiert und das obwohl sie ja noch nicht einmal wissen, was stubenrein bedeutet.
Und nach einer Weile schmeckten dann auch die Leckerchen wieder.

Als Jenny dann die Tür zum hinteren Garten öffnete, wurde auch dieser vollständig in Augenschein genommen. Irgendwann ließen sie sich dann auch von alleine wieder in der Nähe der Terrasse blicken, sichtlich erschöpft von ihrer rastlosen Entdeckungstour und Buska ließ sich sogar auf dem Gartensofa nieder.

Als Jenny losfahren wollte, um Martha vom Kindergarten abzuholen, wurde es kurzzeitig ein wenig problematisch. Die beiden ließen sich weder anfassen noch anleinen. Aber auch das gelang letztendlich und Jenny brachte sie zurück ins Haus.

Um so erstaunter war sie bei ihrer Rückkehr, dass sich die beiden Hunde von der ungestümen Martha dann überhaupt nicht aus der Ruhe bringen ließen: Sie durfte mit ihnen schmusen, sie küssen und umarmen, und auch als Martha lauthals vor Freude kreischte, war das das „Normalste“ von der ganzen Welt.
Buska und Norka lagen unbeeindruckt vom Geschehen auf ihrem ausgewählten Ruheplätzchen.

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Als ihr Tagesausflug dann beendet war und Jenny und Martha sie zurück in ihre Pflegestelle brachten, war aber auch das in Ordnung.
.
Das wird nun wann immer es geht wiederholt werden, damit sie bald in ihr eigenes Heim zu ihren eigenen Menschen umziehen können.
Dass für die beiden wohl ein gemeinsames Plätzchen gesucht werden muss, zeigte sich letzte Woche allerdings ganz deutlich, als Buska ohne Norka spazieren geführt wurde. Trotz der Gegenwart eines anderen bekannten Hundes, zeigte sie sich komplett orientierungslos und verunsichert, blieb immer wieder stehen und wollte nicht weiter.
Auf dem Rückweg konnte es dann nicht schnell genug gehen, um zu ihrer Hundefreundin zurückzukommen.

Wir werden versuchen, den beiden ein gemeinsames Happyend zu bescheren…


Stand 13.09.2014


Buska und Norka geht es sichtlich gut!

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Gemeinsam mit den Neuankömmlingen Tedy und Lili, die am letzten Sonntag aus dem polnischen Tierheim in Mielec hier in die Pflegestelle nach Bad Segeberg umgezogen sind, verstehen sie sich prima.

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Und auch den Besuch der kleinen Martha genießen sie sichtlich. Besonders Buska hat zu ihr eine besondere Beziehung aufgebaut und beide toben gemeinsam über die Wiese.

Nach den Versuchen der letzten Woche, die beiden Hündinnen zeitweise voneinander zu trennen, zeichnet sich nun doch ab, dass zumindest Buska mehr auf ihre Hundefreundin fixiert ist als auf Menschen. Sie würde sicherlich unter einer endgültigen Trennung leiden und es ist nicht vorhersehbar, wie sich das auf ihre psychische Verfassung auswirken würde. Schließlich hat sie all die Jahre keinen engen Kontakt zu Menschen gehabt und scheint sich nun in ihrem Alter auch nicht mehr danach zu sehnen.
Pflegerin Grit ist der Meinung, man sollte trotzdem weiter locker daran arbeiten, denn eigentlich sollten ihre neuen Menschen ja die Chance bekommen, ihr näher kommen zu können.

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Sicherlich würde man aber den beiden ehemaligen Angsthündinnen eher gerecht werden, wenn man einen gemeinsamen Gnadenbrotplatz für sie finden könnte bei Menschen, die nicht von ihnen erwarten,
dass sie ausschließlich auf ihre Menschen ausgerichtet sind,
die sie so lieben wie sie sind… und vielleicht irgendwann doch damit belohnt werden, dass die Hunde sich ihnen anschließen…
Vielleicht auch über Kinder wie Martha… sie könnten der Schlüssel zu einem Vertrauensverhältnis sein.

Wir hoffen, dass sie bald auch so weit sind, dass man bei einem Tierarztbesuch ihren gesundheitlichen Gesamtzustand durchchecken lassen kann.

Auf jeden Fall werden sie in der nächsten Woche einmal Jenny und Martha in ihrem Zuhause besuchen. Die kurze Autofahrt dorthin werden sie sicherlich gut überstehen und wir sind gespannt, wie sie reagieren, wenn sie sich in einem ganz anderem Umfeld, einem Haus, bewegen dürfen.


Stand 05.09.2014


Leider konnten die Tierpflegerinnen Jenny und Sophie bei der Übergabe der beiden ehemaligen Angsthündinnen Buska und Norka am letzten Sonntag nicht dabei sein.

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Für diesen großen Tag hatten sie in den letzten Wochen mit den Hündinnen an der Einstiegsrampe trainiert und sie an die Fahrt im Auto gewöhnt. Einerseits vielleicht aber auch ganz gut so, denn der Abschied wäre ihnen mit Sicherheit sehr schwer gefallen. Nur der Einstieg in ein fremdes Auto wäre den Hunden in Begleitung der vertrauten Pflegepersonen und mit Hilfe der eigens für das Training gebauten Rampe sicherlich leichter gefallen.

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Aber nach dieser ersten Hürde verlief die Fahrt nach Bad Segeberg völlig problemlos. Nach anfänglicher leichter Aufregung entspannten sich Buska und Norka schnell, legten sich ruhig hin oder schauten aus dem Fenster.
In ihrer neuen Pflegestelle angekommen, sprangen sie direkt aus dem Kofferraum freudig in ihren neuen Wirkungskreis. Der 3000 m² Freilauf wurde genauestens erkundet und beschnuppert und auch ihrer neuen Pflegerin Grit gegenüber zeigten sie sich zutraulich, schmiegten sich an und holten sich gleich einmal ein paar Streicheleinheiten.

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Schon am ersten Tag konnte Grit feststellen, dass Buska und Norka sich nicht nur ausschließlich aneinander orientieren. Mit dem anderen Pensionshund Sunny verstehen sie sich prima. Buska und Norka beobachteten, wie die Pflegerin mit ihm übte und wenn sie anschließend auch nicht mit Sunny spielten, so zogen sie doch gemeinsam umher und schnupperten ihr Revier ab. Buska zeigt sich insgesamt ein wenig vorsichtiger, kommt aber auf Zuruf. In der ersten Zeit haben sie nun vor allem Gelegenheit, ihr neues Umfeld eigenständig zu entdecken und den großen Freilauf mit den anderen Hunden zu genießen.

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Und ihr großes, neues Hundebett, das ihnen von Tom Heilmann gespendet wurde, dient ihnen jederzeit als Rückzugsmöglichkeit und wird dankbar von ihnen angenommen. Ganz lieben Dank dafür!

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Für die nächste Woche hat sich Grit vorgenommen, die Hündinnen zeitweise voneinander zu trennen, um einzeln mit ihnen zu trainieren. Wir sind gespannt, ob die beiden auch auf diese Veränderung ihres Tagesablaufs so souverän reagieren wie auf ihren Umzug in ihr neues Umfeld.

Wir freuen uns sehr, dass der Umzug nach Bad Segeberg so reibungslos geklappt hat und sogar die befürchteten Rückschläge ausgeblieben sind.
Hier in ihrer Pflegestelle werden auch schwierige Hunde aufgenommen und professionell betreut und mit einer anliegenden Hundeschule zusammen gearbeitet.
Und wir wünschen uns von Herzen, dass die Entscheidung, erneut mit viel Liebe, Zeit aber auch höherem finanziellem Aufwand in die Entwicklung der ehemaligen Angsthündinnen zu investieren, die richtige war.

An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank an alle Paten, die uns in den letzten Monaten regelmäßig unterstützt haben sowie an alle Einzelspender. Ohne euch hätten Buska und Norka keine Chance auf ein „normales“ Leben gehabt. Dank auch an die Patenklassen der Mahntegrundschule Herzberg am Harz und alle anderen, die durch vielfältige Aktionen, Spenden für Buska und Norka gesammelt haben.

Wir hoffen, dass ihr die beiden Hunde durch eure Patenschaften und Spenden auch weiterhin unterstützt, bis sie ihre eigenen Menschen gefunden haben, wo sie dann endgültig ihren Lebensabend verbringen können.


Spenden August 2014


Schutzengel - Spende 09


Danke an die Tierpflegerinnen Sophie und Jenny
vom Tierhof Labömitz
für Ihren liebevollen und geduldigen Einsatz
bei der Resozialisierung der beiden Angsthündinnen!!!

Jenny und Sophie


Stand 29.08.2014


Es wird Zeit, Abschied zu nehmen!

Buska Auto

Mit einem lachendem und einem weinenden Auge müssen sich die beiden Tierpflegerinnen Jenny und Sophie nun von ihren Pfleglingen verabschieden, die sie die letzten 6 Monate so liebevoll und geduldig zurück ins Leben geführt haben.
Ein ganz dickes Dankeschön an euch beide, ihr habt das super gemacht!

In der letzten Woche wurde noch einmal ordentlich Auto fahren geübt. Und obwohl die beiden Hündinnen schon seit einiger Zeit keine Zusatzfuttermittel bekommen, haben sie das in der kurzen Zeit unglaublich schnell gelernt.
Buska findet es mittlerweile sogar richtig toll, während der Fahrt aus dem Fenster zu schauen und auch das Einsteigen über ihre Rampe klappt immer besser. Wenn es um neue Autos geht, die die beiden noch nicht kennen, muss man sich halt ein wenig Zeit nehmen und ohne Hektik warten, bis sie von alleine den Weg ins Auto antreten.

Als Jenny letzte Woche ihr Auto für das Training zur Verfügung stellte, klappte das mit Norka sofort recht gut, während Buska doch noch ein wenig mehr „Bedenkzeit“ brauchte, bevor sie die neue Situation akzeptierte.

Nun treten Buska und Norka an diesem Wochenende ihre Reise in ihr neues Leben an und werden gemeinsam in eine andere professionelle Unterkunft umziehen, wo weiter mit ihnen gearbeitet wird und ihnen ein großer, eingezäunter Freilauf zur Verfügung steht. So werden sie hoffentlich bald bei ihren eigenen Menschen ihren Lebensabend genießen können!

Wir halten euch natürlich auch weiterhin darüber auf dem Laufenden, wie es ihnen dort ergeht!

Alles Gute auf eurer Reise, Mädels!

Und noch einmal ganz lieben Dank an alle Pfleger der Tierauffangstation Labömitz!


Stand 22.08.2014


Sophie meinte bei ihrem letzen Bericht fast entschuldigend:
„So viel Neues gibt es diesmal leider nicht…“
Aber was für Neuigkeiten hat sie für uns!

Wenn man bedenkt, dass Buska nun – nach nur einer Woche weiterer Übung – ganz ohne Probleme ins Auto geht und sogar noch entspannter während der Fahrt bleibt als ihre Hundefreundin Norka… was will man noch mehr?

Buska und Norka auto

Auch wenn es erst zwei Runden Fahrt mit dem Auto waren, besser kann es nicht laufen!

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Und auch Andi, vor dem Buska immer noch etwas Angst hatte, kann jetzt schon beide Hunde alleine aus dem Zwinger holen. Und wenn auch etwas zögerlich, kommen sie dann letztendlich doch mit ihm mit…

Die beiden sind nun wirklich bereit, in ihre Pflege- oder Endstelle umzuziehen. Hoffentlich finden sie bald ihre Menschen, wir wünschen es ihnen von Herzen!

Wir können uns nur immer wieder für eure liebevolle und einfallsreiche Arbeit mit den beiden ehemaligen Angsthündinnen bedanken!
Super gemacht!


Stand 15.08.2014


Wow, was für sensationelle Neuigkeiten!

Das „Laufsteg-Training“ hat sich gelohnt!
Schon nach zwei Wochen Übung steigt Norka problemlos über die neu gebaute Rampe in jedes Auto ein, egal ob es nun der Caddy von Diethelm ist oder der Golf… sie bleibt auch noch völlig entspannt, wenn die Türen geschlossen sind und legt sich dann sogar hin.

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Buska sieht das weiterhin eher skeptisch: In den Golf geht sie gar nicht und in den Caddy nur, wenn Sophie sie begleitet. Insgesamt merkt man ihr die Angst vor dem Auto noch recht stark an und sie will dann auch ganz schnell wieder fort.
Aber wenigstens läuft sie jetzt ohne Probleme die Rampe hoch – sie kann nach dem Umbau ja nun auch nicht mehr wegrutschen!

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Sophie muss schmunzeln, als sie berichtet, wie gut Norka doch noch springen kann! Sophie hielt die Leinen straff gespannt, in der Hoffnung die Hundedamen würden nicht mehr an die Tür laufen. Aber da hatte sie Rechnung ohne die „jungen Hüpfer“ gemacht: Da wird Anlauf genommen und dann mit Schwung darüber!

Morgen will Sophie versuchen, ein Stückchen mit ihnen zu fahren… Wir sind sehr gespannt!

Andi begleitet Sophie nun bei den Spaziergängen, weil Buska vor ihm noch etwas Angst hat. Das zeigt sich dann auch unterwegs, lässt ihn nicht einen Augenblick aus den Augen. Sophie fürchtet immer, ihr fallen gleich die Augen raus, so wie sie ihn anguckt!
Aber Übung macht den Meister, so langsam bessert es sich…

Norka ist da schon absolut souverän: Ihr ist es relativ egal, wer am anderen Ende der Leine ist. Wie schön, dass sie nun wieder rasante Fortschritte in ihrer Entwicklung macht!

Am Nachmittag geht es jetzt immer auf die Wiese – mit Fibu spielen. Oder besser gesagt, Fibu spielt und die beiden Hundedamen versuchen, nicht von ihm über den Haufen gerannt zu werden.

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Aber es animiert Norka ein bisschen, sich auch mal für den Ball zu interessieren.
Und ihre Hundefreundin Buska hat nun keine Angst mehr, wenn Sophie das Bällchen wirft oder der Ball in ihre Richtung geflogen kommt… zu Anfang nahm sie immer sofort reißaus!


Stand 08.08.2014


Die heutigen Bilder und Neuigkeiten von den zwei Hundedamen Buska und Norka werden sicherlich einige von euch zum Schmunzeln bringen.

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Norka hat ihre Berufung gefunden!
Während Buska alles sichtlich skeptisch beäugt – schließlich sagt einem keiner, wie man auf diesem rutschigen Brett sein Körpergewicht in Balance halten soll – genießt Norka diese neue Herausforderung.

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Und sie hat letzte Woche mit Sophie fleißig geübt.

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Norkas Zukunftsaussichten, berühmt zu werden, stehen nicht schlecht.

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Wenn nicht als Zirkushund dann vielleicht als Model über den Catwalk?
Die Traummaße dafür hat sie ja jetzt 😉

Das Rampentraining dient allerdings in erster Linie einmal als Vorübung für den bequemen Einstieg ins Auto. Wie bereits vermutet, wird es den fülligen, älteren Damen wahrscheinlich nicht mehr gelingen, ohne Hilfe in den Kofferraum des Autos zu springen. So sind Norkas Versuche, an die Leckerchen dort zu gelangen, wie erwartet gescheitert. Aber vermutlich wird sie bald Spaß daran haben, über die Rampe in den Kofferraum des Autos zu gelangen und dort mit Leckereien belohnt zu werden.

Für Buska, die respektvoll Abstand zu den neuen Auto-Aktivitäten hält, hat Sophie vor, in der nächsten Woche ein Brett mit Querleisten zu besorgen, um ihr ständiges Abrutschen zu verhindern. Wenn auch ein wenig unwillig lässt sie sich doch an der Leine zum „Ort des Schreckens“ führen, ist aber bemüht, schnell wieder von dort weg zu kommen.

Aber bekanntlich macht Übung den Meister und die Tierpflegerinnen sind sich sicher, mit Zeit und Geduld auch noch diese Hürde zu nehmen.

Ihre Spaziergänge unternehmen sie nun auch wie geplant in Gesellschaft von Fibu oder Ajax und das funktioniert ganz reibungslos. Selbst als ein Fahrradfahrer auf sie zukam und sich mit Sophie unterhielt, blieb die Welt in Ordnung.

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Wie gut sich die beiden entwickelt haben, zeigt auch ihr Verhalten dem neuen Hund gegenüber. Während es für Sophie noch sehr anstrengend ist, ihn an den anderen Hunden vorbeizuführen, blieben Buska und Norka ganz cool in seiner Gegenwart.

Solche kleinen Fortschritte zeigen deutlich, dass sie bald bereit sind in ihre eigene oder zumindest in eine Pflegefamilie umzuziehen, wo noch mehr Zeit zum Üben zur Verfügung stehen wird und auch die letzten Hürden des ganz normalen Hunde-Alltags genommen werden können.


Stand 01.08.2014


Dieses Wetter macht Jennys Übungsplänen ständig einen Strich durch die Rechnung!

Neben der Sommerhitze der letzten Wochen machen nun der Hundedame Buska vor allem die Gewitter zu schaffen. Während Norka völlig unbeeindruckt davon blieb, zeigte Buska wie schon einmal ganz deutlich ihre Ängste vor dem Donnergrollen. Lange bevor es richtig zu gewittern und zu regnen begann, klebte Buska bereits wie eine Klette an ihrer Tierpflegerin. Sie begleitete sie selbst zu Plätzen, die sie sonst lieber mied, und zitterte am ganzen Körper. So beschloss Jenny kurzerhand, Buska und Norka mit zu den Aufenthaltsräumen zu nehmen und sie nebenan in einem geschlossenen Raum unterzubringen, der sonst nur für Pensionshunde vorgesehen war. Gott sei Dank legte sich dort die Panik schnell wieder und sie überstanden das Gewitter relativ angstfrei.

Jenny freut sich sehr, dass Norka nun wieder gute Fortschritte in ihrer Entwicklung macht.
Immer noch auf Diät (was ihrer Figur eindeutig zum Vorteil verholfen hat) war sie bei der neuen Herausforderung, ganz auf die leckere Wurst fixiert.
Dafür macht man schließlich alles!

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So konnte Jennys Cousine, die sie noch nie vorher gesehen hatte, sie anleinen und ohne Probleme mit ihr spazieren gehen.

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Buska fremdelte da schon etwas mehr, beäugte die unbekannte Person ganz genau, folgte Jenny und den anderen aber schließlich willig. Einen kurzen Schreckmoment gab es, als der Besuch plötzlich nach einer Bremse schlug, aber recht schnell beruhigte sich Buska wieder und am Ende ging sie sogar alleine mit der Tochter von Jennys Cousine an der Leine zurück zum Zwinger, ohne übermäßig zu ziehen.

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Jenny war mächtig stolz auf die beiden, die das erste Mal mit ganz fremden Menschen unterwegs waren und es so souverän gemeistert haben. Okay, Norka immer die Wurst im Fokus *grins* – aber Buska deutlich in der Bewältigung ihrer Ängste! Ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung und wichtige Voraussetzung für den Einzug in eine Pflege- oder Endstelle.

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Obwohl Jenny nun drei Wochen in Urlaub geht (wir wünschen ihr gute Erholung!), will Sophie in der nächsten Woche endlich mit den Übungen rund um das Auto beginnen.

Wir hoffen, das Wetter ist ihnen gnädig gestimmt!


Spenden Juli 2014


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Stand 25.07.2014


Heute ist das Wetter Gott sei Dank wieder angenehmer!

Wie auch in der letzten Woche hatten die beiden Hundedamen große Probleme mit den hochsommerlichen Temperaturen.

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Bei Norka ging das sogar so weit, dass sie zu taumeln begann und ihre Kreislaufprobleme mit Medikamenten stabilisiert werden mussten. Dabei machten die beiden mit Jenny und Sophie wirklich nur kleine Ausflüge, meist zur Wiese, wo sie im Schatten der Bäume schnüffeln und ihre Geschäfte erledigen konnten.

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Die beiden Hunde fanden schließlich ihren eigenen Weg mit der Hitze fertig zu werden: Sie buddelten sich Kuhlen in den Boden und hielten so ihre Bäuche kühl.

Buska, aber ganz besonders Norka sind nun ein wenig auf Diät gesetzt, die Leckerchen werden sparsamer ausgeteilt und auch die Futtermenge wurde ein wenig reduziert. Ihre Leibesfülle ist eindeutig einer der Gründe, warum sie bei dieser Sommerhitze gesundheitliche Probleme hat.

Und an den Rationierungsplänen kann keiner was ändern!

Da hilft Norka auch nicht ihre Überrumplungstaktik: Schnell mal an Jenny vorbei in den Zwinger nebenan geschmuggelt, um sich vor der Nase des Nachbarshunds eine 2. Portion zu organisieren! Norka, du bist leider nicht zu übersehen *grins*!

Die beiden Tierpflegerinnen Jenny und Sophie brachten aber nicht nur die Temperaturen ins Schwitzen: Der Gang allein mit zwei Hunden an der Leine gestaltet sich immer abenteuerlich!

Buska ist der Meister im Leinen-Verwickeln! Erst läuft sie um Sophie herum und wickelt sie ein, kaum hat diese – Norka in der anderen Hand – sich befreit, kreist sie sie in der anderen Richtung ein.
Ja, da muss man kühlen Kopf bewahren. Wenn Jenny und Sophie in der nächsten Woche Unterstützung bei den Spaziergängen bekommen, wollen sie zu sechst los marschieren und Fibu auf ihren Runden mitnehmen.

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Als sie gestern vom Spaziergang zurück kamen, folgte ihnen ein Auto mit Bauarbeitern auf dem Weg zum Tierhof. Da die Geschichte der beiden Angsthunde in der Gegend bekannt ist, blieben diese hinter den Spaziergängern. Buska und Norka ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, auch nicht als die Männer dann ausstiegen.

Jennys Hinweis, dass sie die Hunde nicht sofort ansprechen und anschauen sollten, folgten die Bauarbeiter, und so zog Buska nur kurz die Rute ein, machte aber keine Anstalten zu flüchten. Bald schon war daraus eine ganz normale Situation geworden und genau wie Norka akzeptierte Buska die fremden Personen.

Da macht den beiden Hündinnen das schmale Tor zur Wiese mehr Probleme, berichtet Jenny: Dort müssen die Tierpflegerinnen die Hunde immer erst einmal zur Ruhe kommen lassen, bevor der Weg zur Wiese angetreten und der schmale Durchgang bezwungen werden kann.

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Mit dem Autotraining konnte in dieser Woche wegen der Hitze leider auch nicht begonnen werden. Aber laut Wetterbericht soll es in den nächsten Tagen ja keine Extremtemperaturen mehr geben und dann steht den Versuchen, die beiden ans Auto zu gewöhnen nichts mehr im Wege.


Stand 18.07.2014


Endlich Sommer!!!

Worüber sich viele Menschen in diesen Tagen freuen, macht den beiden alten Hundedamen Buska und Norka doch deutlich zu schaffen. Der Hundespaziergang heute fiel deshalb auch sehr verhalten aus. Obwohl die Tierpflegerinnen Jenny und Sophie darauf achteten, dass sie nur im Schatten unterwegs waren, liefen Buska und Norka auf der Wiese nur dorthin, wo auch die beiden Frauen hingingen. Nur keinen Schritt zu viel!

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Insgesamt sind die beiden aber viel entspannter bei den Gängen: Norka zeigt auf dem Hinweg nicht mehr ständig, dass sie eigentlich keine Lust hat und auf zurück zu wird auch nicht mehr nur gezogen.

Anfang der Woche gab es aber dann doch einen Vorfall, der Jenny einen großen Schreck in die Glieder fahren ließ. Ohne ersichtlichen Grund blieb Norka plötzlich wie angewurzelt mitten auf der Straße stehen und bewegte sich auch dann keinen Zentimeter vom Fleck, als ein Auto mit Urlaubern auf die Ortschaft zugerast kam. Jenny hatte Angst, Norka zur Seite zu ziehen, da sie sich immer sehr schnell aus dem Geschirr befreit und stellte sich gut sichtbar auf die Straße, signalisierte dem Autofahrer, doch sein Tempo zu verringern. Da dies aber nicht geschah, befürchtete Jenny schon das Schlimmste. Norka stand weiterhin stocksteif da, die Ohren angelegt, kein Leckerchen konnte sie überreden, die Straße frei zu machen. Buska hatte sofort den Ernst der Lage begriffen und ging zur Seite… Norka schließlich zum Weitergehen zu bewegen, gelang Jenny erst in letzter Sekunde. Kein Wunder, dass Jenny den ganzen Tag vor sich hin schimpfte und sich über dieses rücksichtslose Verhalten aufregte.

Da die Hunde sich immer stärker „ihrer Bezugsperson“ anschließen, gehen Jenny und Sophie nun nicht mehr zu viert spazieren. Jenny führte heute Buska und Norka an der Leine, was auch gut klappte, bis Buska „ihre“ Sophie sah, die die Kleintiere versorgen wollte und Heu holte. Buska wurde ganz aufmerksam, spitzte die Ohren und ließ Sophie nicht mehr aus den Augen. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Aufregung wieder vorbei war und der Gang in Ruhe fortgesetzt werden konnte.

Ein anderes Mal benutzte Sophie wieder einmal die Flex-Leinen, die die Hunde aufgrund der Geräusche nicht so gerne haben. Als Sophie der Plastikgriff aus der Hand rutschte und die Flex-Leine hinter Buska herschleifte, wollte diese in Panik sofort losrennen, um sich in ihrem Zwinger in Sicherheit zu bringen. Gott sei Dank verhedderten sich die Leinen und Sophie konnte sie wieder greifen.
Ja, da gibt es doch immer wieder mal Auslöser, die die alten Ängste an die Oberfläche bringen. Auch ein Hubschrauberüberflug versetzte die beiden Hundedamen in große Aufregung, sie zeigten sofort mit einer geduckten Haltung an, wie sehr sie dieses Geräusch verunsicherte. Jenny konnte sie mit Leckerchen ein wenig ablenken, bis der Hubschrauber wieder verschwunden war.

Trotzdem steht wieder etwas Neues auf dem Übungsplan! Nächste Woche geht das Training los:
Die beiden sollen an das Auto gewöhnt werden, damit dem Umzug in ihre eigene Familie bald nichts mehr im Wege steht! Wir sind auf Jennys Bericht gespannt!


Stand 11.07.2014


Im Viererpack unterwegs!

Nun da Norka wieder bereit ist, größere Strecken zu laufen, haben Sophie und Jenny beschlossen, auch wieder an den gemeinsamen Spaziergängen zu viert zu arbeiten.

Das gemeinsame Anleinen der Hunde im Zwinger gestaltet sich immer noch etwas schwierig.
Es lässt sich nur vermuten, dass die ehemaligen Angsthunde ihren Transport von Polen in die Tierauffangstation immer noch mit dem Anleinen verknüpfen. Wenn man bedenkt, dass sie sich im polnischen Tierheim schon dann tagelang voller Angst verkrochen, wenn sie nur fremde Menschen sahen, kann man sich vielleicht vorstellen, was sie empfunden haben mögen, als man fremde Menschen sie an die Leine legten und im Auto nach Deutschland transportierten. Dass diese Menschen nur das Beste für sie wollten, konnten sie ja nicht begreifen. Man merkt ihnen immer noch an, dass diese Situation sie überfordert und Stress auslöst.
Deshalb haben die Tierpflegerinnen Jenny und Sophie hier wieder einen Gang zurück geschaltet und leinen Buska und Norka einzeln an und holen sie auch nacheinander aus dem Zwinger.

Danach klappte aber selbst bei der ersten Runde alles viel besser als erwartet und selbst problematische Situationen wurden gemeistert.

Buska und Norka 12

Jennys Bedenken, die Hunde könnten auf Situationen im Straßenverkehr so ängstlich reagieren, dass sie sich, wie schön öfter geschehen, aus dem Geschirr winden, bewahrheiteten sich Gott sei Dank nicht.  Buska und Norka blieben bei vorbei fahrenden Autos, Fahrrädern und selbst bei LKWs  relativ gelassen. Das klappte mit weitaus weniger Aufregung als das Anleinen im Zwinger!

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Buska und Norka 13

Nur als es dann ein hohes Verkehrsaufkommen gab und gleich mehrere Fahrzeuge an ihnen vorbei mussten, zeigten sie ein wenig Unsicherheit. Dem ersten Reflex der Hunde, schnell aus der Situation verschwinden und zurück zu wollen, wurde natürlich nicht nachgegeben. Viel Lob und Leckerchen konnten sie schnell wieder beruhigen und erst nach einem weiteren Stück ohne Zwischenfälle und erst als die Hunde wieder total ruhig waren, ging es wieder zurück.

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Das Ziel ihres Spaziergangs zu viert war ja die Schafwiese, wo die beiden Hunde wieder frei laufen durften. Jenny und Sophie setzten sich zu einer Pause ins Gras, um sich zu unterhalten. Das gefiel den beiden Hundedamen aber gar nicht. Statt dort auf Entdeckungstour zu gehen oder sich ein Plätzchen für ihre Geschäfte zu suchen, wollten sie nur weg von dort. Was soll man davon halten? Als Jenny und Sophie wieder aufstanden und mit ihnen umherliefen, war die Welt wieder in Ordnung.

Buska und norka 14

Zurück im Tierhof Labömitz erwartete die Vier eine große Menschentraube vor Buskas und Norkas Zwinger. Über die souveränen Reaktionen der Hunde staunt Jenny noch immer. Buska war wenig an dem zahlreichen Besuch interessiert und wartete ganz gelassen, bis der Eingang zum Zwinger wieder frei war und Norka bellte nur kurz. Anschließend verschwanden die beiden friedlich in ihrem Zwinger.

Schön, dass die Spaziergänge nun wieder zu viert unternommen werden können.
So wird auch wieder ein wenig der Tatsache entgegengewirkt, dass die Hunde sich immer stärker zu einer Person hingezogen fühlen. Durch die getrennten Übungsphasen hat sich Buska stärker an Sophie angeschlossen und Norka fühlt sich deutlich zu Jenny hingezogen. So schwer die Trennung auch fallen wird, auch Jenny weiß, bald ist die Zeit gekommen, für die beiden Hunde ihre eigenen Menschen zu finden, denen sie sich dann für immer anschließen und bei denen sie auf ihre letzten Tage Zuwendung und Sicherheit finden können! Das wünschen wir den beiden von ganzem Herzen!

Buska und Norka 16


Stand 04.07.2014


Diese Woche stand ganz unter dem Motto „üben, üben und nochmals üben“!

Und so langsam trägt dieses – unterstützt durch die Gabe der Ergänzungsfuttermittel – nun  auch Früchte bei Norka.

Norka 1

Gemeinsam mit Buska, Jenny  und Sophie ging‘s ab zur Wiese: Buska angeleint, Norka frei nebenher. Zeigte einer der Hunde irgendwelche Anzeichen von Angst, wurde stehen geblieben und es ging erst weiter, wenn alle wieder entspannt waren. Keiner hatte es eilig und auch Norka wollte nicht gleich wieder zurück. Auf dem Rückweg wurden die Rollen getauscht, Norka lief an der Leine und Buska begleiteet die Truppe frei laufend. Die Flexleine, auf die Norka ein wenig ängstlich reagierte, wurde wieder durch die Schleppleine ersetzt, so klappte der gemeinsame Spaziergang viel besser.

Buska und Norka 1

Buska und Norka 2

Buska und NOrka 3

Die verhaltene Reaktion auf Menschen, die sie bei ihren Gängen unterwegs treffen, ist immer noch da. Daran wird weiter gearbeitet. Ganz anders da die Reaktion auf Leute, die den Tierhof besuchen. Da wird selbst lautes Kindergeschrei  nicht übel genommen… na gut, die bringen auch immer etwas Leckeres mit!

Überrascht hat Buska Tierpflegerin Jenny, als sie nach dem Spaziergang dann vor ihrem Zwinger sitzen blieb. Selbst als das Geschirr abgelegt war, verschwand sie nicht und blieb wartend sitzen.
„Jenny, hast du nicht etwas vergessen?“, schien sie zu sagen. Was wollte sie nur?
Als Jenny ihr dann eine Extra-Portion Streicheleinheiten spendierte, schloss sie genießerisch ihre Augen…  so beendet man einen Ausflug!

Wer hätte das am Anfang gedacht, als sie vor fünf Monaten im Tierhof Labömitz ankamen. Die Dolmetscherin, die für die polnische Tierheimleitung übersetzt, konnte ihren Augen kaum trauen, als sie letzte Woche Buska und Norka besuchte. Sie meinte, das wären zwei völlig andere Hunde. Wenn Buska und Norka früher im Tierheim Menschen sahen, bekam man sie anschließend tagelang nicht mehr zu Gesicht. Die Freude über diese wundervolle Entwicklung war dementsprechend groß!
So ein glückliches Ende kann man schon einmal mit einer zusätzlichen Leckerei belohnen… das fand nicht nur der Besuch, die beiden Hundedamen hatten auch nichts dagegen einzuwenden!

Der nächste Schritt für Buska ist nun das langsame Gewöhnen ans Auto… wir sind gespannt!

Auf jeden Fall heißt es bald, Pflegefamilie wir kommen!


Spenden Juni 2014


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Stand 27.06.2014


Nun, da auch Norka wieder die Ergänzungsfuttermittel bekommt, hofft Tierpflegerin Jenny, dass auch sie bald wieder Fortschritte bei der Leinenführigkeit macht. Da ist viel Üben angesagt, zumal auch nur noch besondere Leckereien Norka anspornen, sich bei der „Arbeit“ anzustrengen. Schon das Anlegen des Geschirrs löst bei Norka wenig Begeisterung aus. Da wird sich geziert und erst mal hingelegt, während Buska es gar nicht abwarten kann, wenn es los gehen soll zum Spaziergang: „Bin dann mal weg!“

Buska und norka

Um wieder einen Schritt in Richtung eigene Familie zu gehen, plant Jenny Übungseinheiten außerhalb des Tierhofes. Dort sind die beiden Hündinnen noch nicht so sicher wie auf dem eigenen Gelände. Hier werden Fremde interessiert und freudig begrüßt – unterwegs „in der normalen Welt“ bestehen noch Berührungsängste, wenn man fremden Menschen begegnet.

Um die beiden nach der Arbeit zu belohnen, machte Jenny einen Ausflug zur eingezäunten Schafsweide, um sie dort frei laufen zu lassen. Doch anstatt zu toben und zu spielen, schnupperten sie das neue Revier zwar ab, blieben aber wie an einer unsichtbaren Leine in Jennys Nähe und hielten ständig Blickkontakt, so als ob sie Rückmeldung suchten: „Machen wir das auch richtig?“

Ein wenig Sorgen machte sich Jenny, als Buska beim letzten Gewitter vor ihrer Hütte saß, am ganzen Körper zitterte, stark hechelte und auch noch eine ganze Weile in diesem Zustand blieb, als das Gewitter schon wieder abgezogen war. Norka zeigte sich besorgt um die Freundin und wusste gar nicht, was los war. Die beiden hängen doch sehr aneinander, was sich auch immer zeigt, wenn sie nach ihrem getrennten Fressen wieder aufeinander treffen: Da wird sich freundlich begrüßt und die Schnauze des anderen beschnuppert.

Zum Schluss berichtete Jenny lachend vom großen Showdown:
12 Uhr mittags, Katzenkiller Norka trifft Tierheimkatze!

Jenny blieb fast das Herz stehen, als urplötzlich, angelockt vom Salamigeruch – die Katze um die Ecke kam, als sie gerade mit Norka üben wollte. Auge in Auge blieben beide Tiere stehen, Norkas Körper spannte sich und Jenny erwartete schon das Allerschlimmste. Da drehte sich Norka plötzlich weg und machte sich schnell vom Acker! Tja, ihr Ruf vom Katzenkiller ist nun endgültig dahin! Daran wird auch alles Gebelle und Gezeter hinterm Zaun nichts mehr ändern können!


Stand 20.06.2014


Wenn es auch nicht viel zu berichten gibt, wenigstens ein paar neue Fotos von den beiden Hundedamen.

B und N 3

Heute haben Jenny und Sophie erneut einen Versuch gestartet, zu viert spazieren zu gehen.

Doch Sophie und Buska legten mal wieder ein Tempo vor, bei dem Norka nicht mithalten konnte.

Bis zum Ende des Hofes lief sie willig mit, mehr wollte sie nicht.

B und N 2

Buska reichte das natürlich nicht und so streifte sie mit Sophie allein durch die Felder.

B und N 4

Als dann sich dann später alle im Auslauf trafen, zeigten sich beide Hunde völlig relaxed und ließen sich streicheln. Normalerweise sind sie noch immer ein wenig gestresst, wenn sie sich auf viele Eindrücke einlassen müssen.

Buska 4

Übt man alleine mit ihnen, insbesondere mit leckerem, gekochtem Hühnchen, dürfen sich die Pflegerinnen schon mehr Freiheiten herausnehmen.

Aber regelmäßiges Üben, die Ergänzungsfuttermittel und solche positiven Erlebnisse wie heute, lassen hoffen, dass ihre Entwicklung schnell weiter voranschreitet und die Hundedamen bald in eine Pflegestelle, besser noch in eine Endstelle wechseln können und endlich ihre eigene Familie finden.

Das wünschen wir ihnen von Herzen!


Stand 13.06.2014


Wer hätte das gedacht?

Buska, die so lange Zeit so wenig Fortschritte gemacht hat, überholt nun ihre Hundefreundin Norka um Längen.
In allerkürzester Zeit hat sie sich an das Laufen an der Leine gewöhnt, verlässt ganz selbstverständlich den Hof mit Sophie und liebt es lange Spaziergänge zu machen. Die Angst und Panik von einst sind gewichen und haben endgültig Platz gemacht für Neugier und Lebensfreude.

Buska I

Sie hält ständig Blickkontakt zu Sophie, als wollte sie sich vergewissern: „Na, mach ich das nicht toll?“ Alles wird genauestens untersucht und abgeschnüffelt, selbst das tiefste Gras erkundet.

An der Straße läuft sie selbstsicher und zeigt sie keinerlei Angst, wenn Autos an ihr vorbeifahren. Der Windstoß vorbeifahrender LKWs verunsichert sie auch nur ein wenig.

BuskaG

Wenn man bedenkt, welche Panik sie am Anfang vor Wind hatte! Damals musste Jenny den Sichtschutz aus Decken wieder abbauen, weil sich Buska nicht mehr aus der Hütte traute. Wen wundert es da, dass sie durch ihre weiten Gänge eine Traumfigur bekommen hat!

Norka A

Norka dagegen kann da nicht mehr mithalten. Ihr reicht es, den Hof an der Leine abzulaufen und alle Tiere dort zu begrüßen. Weiter muss nicht sein, nur kein Gramm Fett verlieren! Vielleicht kommen mal wieder harte Zeiten! Versucht man, sie zum Weitergehen zu „überreden“, windet sie sich aus ihrem Geschirr heraus und sucht das Weite. Und eine Feinschmeckerin ist sie auch geworden! Von normalen Leckerchen lässt sie sich nicht mehr beeindrucken… da muss schon gekochtes Hühnchen ran, wenn sie Sophie, Jenny und Buska weiter begleiten soll! Jenny fasst das schmunzelnd so zusammen: Sie ist halt ein verwöhntes, stures Weib geworden!

Ihre Pläne, zu viert spazieren zu gehen, haben Jenny und Sophie deshalb mittlerweile aufgegeben. Sie teilen sich die Aufgabengebiete nun auf. Jenny übernimmt das Training, sie an einen getrennten Aufenthalt zu gewöhnen und ihnen so einen eigenen Rückzugsort zu schaffen. Mittlerweile bleiben sie schon fast eine Stunde in getrennten Zwingern. So können sie auch in Ruhe ihr Futter genießen.

Die heißen Tage sind nun Gott sei Dank auch erst einmal wieder überstanden, da hat man den Hundedamen ihr Alter schon angemerkt: Norka litt deutlich mehr als Buska, aber sie ist ja immerhin auch ein Jährchen älter als ihre Hundefreundin!


Stand 06.06.2014


In der Zielgeraden!!!

Sophie hat in der letzten Woche noch einmal die beiden alten Hundedamen betreut und kann wieder von tollen Fortschritten berichten!Vor allem Buska hat sie total überrascht. Buska lief wie ein ganz normaler Hund mit ihr an der Leine, begleitete sie überall hin, ganz ohne Leckerlis. Am Nachmittag ging sie trotz Regen noch einmal mit Sophie über den ganzen Hof, selbst bei Pfleger Diethelm zeigte Buska diesmal keinerlei Angst.

Buska an der Leine

Aber die Krönung war der letzte Gassi-Gang an diesem Tag – über die Straße bis hin zum Schulgarten! Trotz leichter Anzeichen von Unsicherheit lief Buska mit, schnüffelte alles ausgiebig ab und sogar Urlauber am Wegesrand konnten sie nicht aus der Fassung bringen!

Buska Straße

Buska Schulgarten

Schon am letzten Wochenende gab es erste Anzeichen von Umdenken bei Buska. Andi konnte sich zu den beiden in den Auslauf setzen und Norka kam wie immer aus dem Zwinger und gesellte sich zu ihm. Buska traute sich immerhin einige Zwinger weiter. Norka hatte ihre Scheu ihm gegenüber schon vor einiger Zeit abgelegt. An der Leine lief sie direkt zu Andi hin, als er gerade sein Fahrrad aufpumpte!
Und wie sie Sophie entwischen kann, wenn sie keine Lust mehr hat, an der Leine mitzulaufen, weiß Norka nun auch ganz genau: Schwups und schon hat sie sich aus dem Geschirr herausgewunden!

Norka Geschirr

Am nächsten Tag hatte Sophie das Gefühl, Buska und Norka hätten die Rollen getauscht: Während Norka die meiste Zeit in der Hütte verbrachte, übernahm Buska die Führung. Sie saß häufig draußen und bellte, verschwand auch nicht wie sonst gleich in die Hütte, wenn Sophie den Zwinger betrat. Was für ein Entwicklungssprung!

Die Patenklassen werden sich über diesen Bericht sehr freuen, denn die Ergänzungsfuttermittel, die sie den Hunden  gespendet haben, werden sicher zu dieser schnellen, positiven Weiterentwicklung beigetragen haben.

Wer von den Beiden allerdings die Initiative ergriffen hat und Sophie ständig die Wurstpackungen  klaut, die sie morgens auf die Hütte hinter Fibus Zwinger legt, bleibt bislang ungeklärt.
Am Nachmittag jedenfalls waren die Würste spurlos verschwunden!

Guten Appetit, die Damen! Wir hoffen, es hat geschmeckt!


Stand 30.05.2014


Leider ist Jenny immer noch nicht wieder gesund und so wurden die beiden Hunde weiterhin von Sophie betreut.Der starke Wind der letzten Woche hat die Hundedamen doch sehr verunsichert.
Buska traute sich kaum aus ihrer Hütte heraus und selbst Norka kam höchstens in den Auslauf, um schnell ihr Geschäft zu erledigen und gleich wieder in die Sicherheit des Zwingers zurückzukehren. Auch das Gassi-Gehen an der Leine fiel ziemlich kurz aus. Allerdings ließ sich Norka außerhalb der Hütte anleinen und Sophie konnte sie anschließend problemlos kämmen.Aber es gibt auch schöne Neuigkeiten.Sophie hat probiert, den beiden zusätzlich zum Halsband ein Hundegeschirr anzulegen. Und siehe da, wie Jenny bereits vermutet hatte, lief Norka damit noch besser als angeleint am Halsband.
Und was Sophie sehr überraschte, Norka folgte ihr sogar nach unten auf den Hof und ließ sich auch nicht von Andi irritieren, der dort herumlief und sich auch mit Sophie unterhielt.Wieder ein Schritt auf dem Weg in die „Normalität“.

Buska und norka11

Wie man auf den Bildern sieht, trägt auch Buska nun ein Hundegeschirr. Sie fand das anfangs jedoch sehr bedrohlich, spielte lieber erst einmal „toter Hund“ und bewegte sich keinen Zentimeter mehr vom Fleck. Irgendwann hatte sie dann ein Einsehen: Tote Hundekönnen keine Leckerchen mehr genießen!So hat sie mittlerweile das Geschirr akzeptiert und ließ sich sogar anleinen.

Vorhin kamen noch weiter Fotos: Sie ist ihre ersten Schritte an der Leine gelaufen!!

Jenny findet, Sophie hat das super gemacht! Wir auch… danke euch beiden!

Und denkt dran, bei den nächsten Fotos sollte eins dabei sein, dass euch beide mit den Hunden zeigt! Wir sind sehr neugierig.


Spenden Mai 2014



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Post von Buska und Norka

Die Patenklassen haben von ihren Patenhunden Post bekommen!

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Brief Buska und Norka2

Brief Buska und Norka3

Brief von Buska und Norka_3a

Brief von Buska und Norka_3b


Stand 16.05.2014


Die beiden Hunde haben die Pfleger der Tierauffangstation Labömitz letzte Woche mächtig auf Trab gehalten.Norka läuft immer besser an der Leine und die Ausflüge konnten immer weiter ausgedehnt werden. Da Pflegerin Sophie feststellen musste, dass Norka  Spaziergänge in Richtung Straße und Autos doch noch ein wenig bedrohlich findet, probierte Jenny einen Besuch bei den anderen Tieren aus.
Doch kämpfende Ziegenböcke, die dann auch noch versuchen, einen zum Spielen aufzufordern, sind auch eine Herausforderung der besonderen Art! Aber Norka hat sie gemeistert.Bei Buska scheinen die Ergänzungsfuttermittel ein kleines Wunder zu bewirken. Sie ist wie ausgewechselt und genießt ihre neue Freiheit. Sie tobt, springt und hat jede Menge Spaß, wenn sie Norka und Jenny bei den Spaziergängen begleitet. Manches Mal muss Jenny sie sogar suchen oder Buska setzt sich an die Spitze und führt forsch den Spaziergang an. Dafür erntet Jenny dann von Norka missbilligende Blicke: „Die darf hier herum rasen und ich muss artig an der Leine gehen! Wo bleibt da die Gerechtigkeit?“ Na ja, ein Leckerchen tröstet dann doch wieder ein wenig über diese Ungerechtigkeit hinweg und Norka folgt Jenny gleich wieder artig an der Leine zurück zum Zwinger.Jenny wird nun auch bald versuchen, Buska an die Leine zu gewöhnen, vielleicht zu Beginn mit der Flex-Leine, um ihre Bewegungsfreiheit nicht gleich so drastisch einzuschränken.Wie schön wäre es, wenn Jenny und Sophie mit je einem Hund an der Leine die große, weite Welt entdecken könnten.
Und so wie sie sich gerade entwickeln, liegt die Verwirklichung dieses Wunsches nicht mehr in allzu weiter Ferne.


Buska und Norka B

Lachen muss Jenny, als sie erzählt, warum es diese Woche keine neuen Fotos von den beiden Dickerchen gibt. Buska hat die Kamera geklaut! Als Sophie mit Norka spazieren gehen wollte und die Kamera auf die Erde legte, hatte Buska nichts Eiligeres zu tun, als den Fotoapparat zu schnappen und in ihre Hütte zu schleppen. Auf das Versteck muss man erst einmal kommen. Sophies Gesichtsausdruck war bestimmt unbezahlbar, als sie ihn wieder fand!

Buska und Norka A

Heute Morgen verteilte Jenny Kauknochen aus Rinderhaut an alle Hunde und meinte, Buska und Norka damit eine besonders große Freude zu machen. Nun ja, die hielt sich bei Norka in Grenzen. Sie beschäftigte sich ein wenig damit, ließ aber schnell wieder davon ab.
Buska dagegen verschwand mit ihrem in der Hütte. Als Jenny später wiederkam und Norka ihr gleich freudig entgegen lief, vermisste sie Buska. Sie lag noch immer in der Hütte und wollte nicht rauskommen.
Sie machte sich schon große Sorgen. Hatten sie etwas falsch gemacht, etwa ein Rückfall? Doch als Jenny „das kleine, zurückhaltende Mäuschen“ Buska dann bedrohlich knurren hörte, als Norka der Hütte zu nah kam, sah sie den Grund.
Buska hatte Norkas Knochen in Beschlag genommen und sich gleich einmal darauf gelegt, während sie ihren eigenen genüsslich zerkaute. Man kann nicht früh genug für schlechte Zeiten vorsorgen. Das weiß jeder ehemalige Straßenhund. Und dann können einen auch keine lauten Geräusche aus der Bahn werfen… es störte Buska nicht im Geringsten, dass Jenny den Zwinger reinigte!

Solche Erlebnisse machen Jenny bewusst, wie frei auch Buska langsam wird!

Alles durch deinen Einsatz… Danke Jenny!


Stand 09.05.2014


Stolz wie Oskar!

Tierpflegerin Jenny konnte heute eine wunderbare Neuigkeit mitteilen! Sie ging in der letzten Woche häufig mit Norka an der Leine außerhalb des Außengeheges spazieren und bald schon brauchte sie keine Leckerchen mehr, um die Hundedame zum Weitergehen zu motivieren. Und andere Hundezwinger wurden auch nicht mehr besetzt! Wie vorhergesagt siegte schnell die Neugier! Sie erledigt nicht nur ihre „Geschäfte“, sondern schnuppert alles genauestens ab und markiert ihr Gebiet…

Heute fühlte es sich an, als hätte Jenny einen „ganz normalen“ Hund an der Leine… was kann es noch Schöneres geben? Nichts… doch! Wenn der andere „Angsthund“ den beiden bei ihrem Ausflug folgt!

Buska lief Jenny und Norka ohne Leine nach, hatte zwar ab und an Momente, wo sie kurz wieder umdrehen wollte, aber es siegte immer wieder die Neugier und sie schloss sich dem Spaziergang an. Selbst die anderen Hunde hielten sie nicht davon ab. Wer kann es Jenny da verdenken, dass sie bei diesem Erlebnis ein paar Freudentränen vergoss und sehr stolz auf ihre Pflegehunde war. Und stolz kann sie auch auf sich selber sein, denn das ist ein unglaublicher Fortschritt, wenn man bedenkt, dass sich diese Hunde einmal schon fast aufgegeben hatten.
Bei der tollen Entwicklung hat Jenny das Zusatzfuttermittel für Norka schon wieder abgesetzt, das bei der Stressbewältigung helfen soll. Das brauchen „normale“ Hunde nicht! So kann Buska länger von der Spende der Patenklassen profitieren.


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Doch auch Buska ist insgesamt viel offener geworden, hält sich sehr viel draußen auf und freut sich Schwanz wedelnd, wenn  jemand kommt.

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Mit dem Halstuch, das ihr Sophie umgebunden hat,  sieht sie wie ein „dickes Baby mit Sabberlätzchen“ aus, meint Jenny lachend. Gut, dass Sophie die beiden in ihrem neuen Outfit gleich aufs Foto gebannt hat, denn Norka hat sich ihr Halstuch schnell wieder abgestreift. Mit dem neuen Pensionshund nebenan verstehen sie sich prima, der wird nur dann lautstark verbellt, wenn er an ihrem Terrain zum Gassi-Gehen vorbeigeführt wird. So werden „Neue“ nun einmal begrüßt!

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Da er dreimal täglich an ihrem Zwinger vorbeigeht, hofft Jenny, dass Buska so bald  merkt, dass das einfach zu einem normalen Hundeleben dazugehört. Jenny jedenfalls ist da ganz zuversichtlich und malt sich schon aus, dass sie bald von drei Hunden auf ihrem Spaziergang begleitet wird.


Spenden April 2014


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Stand 02.05.2014


Norkas neueste Leidenschaft ist es, Jenny bei ihrer Putztour durch die anderen Zwinger zu begleiten.
Aber nicht nur das! Jeder Arbeitsgang wird genauestens überprüft und von ihr „abgenommen“.
Jede gereinigte Hütte wird abgeschnüffelt, jede gefegte Ecke inspiziert… „Na Jenny, machst du das auch richtig?“ Norka zeigt nicht einmal ein Fünkchen Respekt vor dem sich bewegenden Besen! Man merkt Jenny ihr Schmunzeln an, als sie von ihrem „Putzkontrolleur“ erzählt. Buska dagegen weiß noch nicht so recht, was sie von diesem Ding halten soll, das Jenny immer zum Reinigen mit in ihren Zwinger bringt und sie reagiert auch verunsichert, wenn Jenny die Decken ausschüttelt und sie eventuell noch mit einem Beinchen draufsteht. Anders da Norka: „Und nun komm endlich, Jenny, der nächste Zwinger wartet!“

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Aber auch von Buska kann Jenny einen schönen Fortschritt in ihrer Entwicklung berichten.
In den letzten Tagen war es so warm, dass man den alten  Damen deutlich ansehen konnte, wie sehr sie doch unter der „Bürde ihres etwas zu fülligen Körpers“ litten: Sie bewegten sich nicht viel und hechelten stark.
Norka hatte es sich in ihrer Hütte bequem gemacht und hielt Siesta.
Welche Freude, als Buska das erste Mal alleine, ohne ihre Hundefreundin Norka, aus dem Zwinger in das Außengehege zu Jenny kam.

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Und heute zeigten beide keinerlei Unsicherheit beim Verlassen des Zwingers. Sie hatten die ganze Nacht „durchgehalten“ und nicht in ihren Zwinger gemacht, wen wundert’s da, dass Jenny sogar unsanft zur Seite gedrückt wurde und selbst der Arm nichts Bedrohliches an sich hatte: Nur schnell raus, die Blase drückt!

Der erste Gassi-Gang an der Leine war für Norka dann doch etwas bedrohlicher, als Jenny angenommen hatte. Obwohl sie das Gelände außerhalb des Auslaufs kennt, war Norka die ganze Aktion nicht ganz geheuer. Sie schnupperte zwar verhalten und markierte das neue Terrain, ließ sich von Leckerchen immer wieder motivieren, weiter zu laufen… aber der erst beste offene Zwinger, der in Reichweite kam, wurde von ihr sofort „besetzt“! Weiter geht’s nicht, genug ist genug!

Buska beobachtete alles äußerst beunruhigt aus der Sicherheit ihres Zwingers.
Es gibt also bei allen Fortschritten immer wieder Situationen, in denen sie von ihrer Vergangenheit eingeholt werden und sie Jenny mit unerwarteten Verhaltensweisen überraschen. So unbeeindruckt sich Norka z.B. auch zeigt, wenn Jenny mit den Futternäpfen kommt und gleich forsch bellend und freudig wedelnd die Mahlzeit einfordert, zeigt sie mit ihrer Körperhaltung deutlich, wie ängstlich sie wird, wenn Jenny sie an der Leine hat und sie bürsten will. Ein Verhalten, das unangeleint nicht zu beobachten ist.

Buska ist mit der Leine natürlich noch lange nicht so weit wie Norka. Aber immerhin zeigt sie keine Angst, wenn Jenny mit Norka an der Leine im Außengehege ihre Runden dreht. Dann wird trotzdem mal vorsichtig geschaut, ob nicht doch ein paar Leckerchen abzustauben sind! Jenny wird bei beiden versuchen, ob sie auf ein Hundegeschirr besser reagieren. Die Halsbänder waren ihnen ja schon ein Graus, als sie in der Tierauffangstation ankamen.

Jenny versucht gerade, beide ganz langsam und vorsichtig an einen getrennten Aufenthalt in den Zwingern zu gewöhnen.
Als Norka in einen anderen Zwinger ging, schloss Jenny die Tür für kurze Zeit, um zu sehen, wie Norka darauf reagiert. Jenny bekam dafür zwar einen fragenden Blick, aber Norka akzeptierte es. Na ja und wenn man dann noch mit einem Leckerchen belohnt wird, ist die Welt wieder in Ordnung!


Stand 25.04.2014


Ein wenig besorgt war Tierpflegerin Jenny schon, ob die Vertretung durch ihre Kollegin Sophie klappen würde. Wieder im Dienst wollte Jenny natürlich sofort ganz genau wissen, was in den letzten Tagen so alles passiert war. Gott sei Dank hatte alles reibungslos funktioniert und Sophie konnte nur Positives berichten. Wie auch Jenny konnte sie mit Norka im Gehege einige Runden an der Leine drehen, Norka versuchte auch bei ihr nicht aus dem Halsband zu entkommen und ließ sich von ihr streicheln, sogar außerhalb  der Hütte. Obwohl die beiden alten Hundedamen Männern sehr skeptisch gegenüberstehen, duldeten sie sogar den männlichen Pfleger, der Sophie bei den Arbeiten unterstützte.

Norka an der Leine

Norka an der Leine

Aber ein Erlebnis der ganz besonderen Art hatte Sophie, als sie nach längerer Zeit wieder einmal die leckere Fleischwurst zum Üben mitbrachte. Buska konnte die Zeit nicht abwarten und sprang ihr direkt auf den Schoß! Jenny musste immer wieder nachfragen, ob sie Buska nicht mit Norka verwechselt hatte, denn von ihr ist man ja mittlerweile so ungestümes, forderndes Verhalten gewohnt. Nein, Sophie blieb dabei – es war Buska! Und Jenny kann bestätigen: Buska wird immer neugieriger und sicherer, egal ob es sich um das Bürsten handelt oder ihre Rundgänge im Auslauf, bei denen sie alles alleine abschnüffelt. Nur der Leine gegenüber ist sie noch immer misstrauisch, deshalb hat Jenny sie auch bei allen Aktivitäten dabei, damit auch Buska bald die Leine als nichts Bedrohliches mehr ansieht.

Buska mit Halsband

Buska mit Halsband

Das neueste Hobby der beiden Hündinnen ist das Löcher-Buddeln.
Jenny hat ganz schön zu tun, die Kraterlandschaften in einer bestimmten Ecke ständig wieder auszubessern.
Sie fragt sich dann immer, was sie dort nur suchen? Denn sie graben nicht in der lockeren Erde sondern zwischen Kies und Steinen.
Die Antwort ist doch ganz einfach, Jenny! Sie suchen nach nahrhaften Insektenlarven… wie soll man dir denn sonst klar machen, dass man langsam vom Fleisch fällt! Kaum noch leckere Fleischwurst, Diätleckerchen statt der üblichen Belohnungen!
Und dabei hat Jenny Burghold bei ihrem Besuch der Tierauffangstation Anfang der Woche doch auch bestätigt, dass nicht nur  Buska sondern auch Norka abgenommen haben. Und die muss es ja wissen, sie hat sie ja vor knapp drei Monaten aus Polen dorthin gebracht. Also Jenny, das kannst du wirklich glauben! Nix mehr mit Pummelchen!

Den Versuch, mit Norka an der Leine den Auslauf zu verlassen, hat Jenny sich für die nächste Woche fest vorgenommen. Sie ist schon gespannt darauf, wie Norka reagieren wird, insbesondere auf die beiden freilaufenden Katzen. Hinter dem Zaun spielen Buska und Norka jedenfalls verrückt, wenn sie irgendwo auch nur einen Katzenschwanz sehen. Die anderen Hunde haben sie mittlerweile akzeptiert. Der Rüde aus dem Nachbarzwinger schaut die beiden Hundedamen jedenfalls immer ganz „verliebt“ an, wie Jenny meint. Vielleicht lässt sich ja da bald ein gemeinsamer Spaziergang arrangieren?


Stand 18.04.2014


Zirkeltraining mal ganz anders!

Die beiden Hunde erfreuen ihre Pflegerin neuerdings mit einer kleinen Stepp-Einlage. Wenn Jenny sich dem Gehege nähert, stellen sie ihre Vorderbeine auf den großen Stein vor dem Eingang. Wann kommt sie denn endlich? Will Jenny dann reingehen, hüpfen sie wieder runter. Als Jenny dann zufällig bemerkte, dass sie dieses immer wiederholen, wenn sie wieder zurücktrat, entwickelte sich daraus eine kleine Stepptanznummer, die sie immer wieder zum Lachen und die Hunde aus der Puste bringt.

Norka an der Leine

Norka an der Leine

Das An-der-Leine-Gehen klappt bei Norka immer besser. In ihrem Auslauf kann Jenny kleine Runden mit ihr drehen. Selbst wenn sich die Leine strafft und sie nicht mehr weiter kann, löst das keine Angstreaktion oder Unsicherheit aus. Sie dreht sich um und kommt zurück zu Jenny. Der Versuch, den Auslauf zu verlassen, war noch nicht erfolgreich. Die Angst war Norka sofort wieder anzumerken. In der nächsten Woche will Jenny es aber wieder probieren, wenn dort keine anderen Pensions-Hunde mehr untergebracht sind. Sie hofft, dass dann die Neugier überwiegt, denn Norkas Interesse an der Außenwelt wächst immer mehr.

Buska und Norka Halsband2

Auch Buska trägt jetzt ein Halsband. Jennys Kollegin konnte es ihr anlegen. Anfangs war es zu locker und Buska versuchte es sich wieder abzustreifen. Nun passt es aber gut und Buska akzeptiert es auch. Allerdings ist es in manchen Situationen doch noch ein wenig gruselig für Buska: So ein unerwartetes Klimpern beim Fressen, muss man erst einmal richtig einordnen! Woher soll man denn wissen, dass das nur der Metallring des neuen Halsbandes ist? Aber auch solche neuen Erfahrungen sind wichtig für sie, denn man merkt in vielen Situationen, dass sie oft aus heiterem Himmel  in alte Verhaltensweisen verfällt.

Konnte Jenny letzte Woche den beiden beim Fressen zusehen, ohne dass sie sich gestört fühlten, zeigte Buska in den letzten Tagen dabei wieder ihre alte Unruhe. (Sie unterbricht dann das Fressen, um schnell in die Hütte zu rennen, kommt aber sofort wieder, denn eigentlich will sie ja fressen und niemand tut ihr etwas).

Solche kleinen „Rückfälle“ kann Jenny sich dann immer nicht erklären. Aber mit jeder neuen positiven Erfahrung wird eine alte, schlechte Erfahrung aufgewogen und auch bei Buska wird der Tag kommen, an dem ihr das „normale“ Leben keine Angst mehr bereiten wird.

Wo ist die leckere Fleischwurst?

Wo ist die leckere Fleischwurst?

Das Bürsten genießt Buska mittlerweile sehr. Und Norka zeigt dann energisch, dass Jenny sofort ihre Zuwendung gleichmäßig an beide zu verteilen hat: Einmal dazwischen gedrängt die Dame, ein Stubser mit der Nase, ein Blick an Jenny, der eindeutig zu verstehen gibt: „Jetzt bin ich aber wieder an der Reihe!“ Und das Bürsten und Kämmen ist für beide nicht nur als Ausdruck der Zuwendung wichtig – da kommt jede Menge Unterwolle und Schmutz an Tageslicht. Auch hier haben die beiden enormen Nachholbedarf.


Stand 11.04.2014


Wer erzieht hier wen?

Tierpflegerin Jenny muss lachen, als sie von den letzten Ergebnissen ihrer Arbeit an der Leinenführigkeit berichtet. Bei den Vorübungen zeigte Norka deutlich, wie schnell sie lernt. Jenny fuhr ihr mit der Leine leicht über den Kopf oder stupste sie sachte damit an, worauf Norka ein Leckerchen als Belohnung bekam, wenn sie nicht zurückwich. Na, so einfach lassen sich Leckerchen verdienen? Her mit Leine! Norka forderte Jenny immer aufs Neue auf, sie mit der Leine zu berühren, indem sie sie mit der Nase anstupste. Wer sagt da, alten Hunden bringt man nichts mehr bei?

Norka13

Norka

Das einzig Dumme dabei sind die Figurprobleme der alten Dame! Kein Wunder, dass sie kein Gewicht verlieren will, obwohl sie nun ja sehr viel läuft und rennt und ständig neugierig auf Entdeckungstour unterwegs ist. Und Jenny ist sogar schon auf Diät-Leckerchen umgestiegen. Nun, zur Not frisst der Teufel Fliegen! Genau wie beim Anlegen des Halsbandes zeigte sich Norka allerdings sehr zurückhaltend und unsicher, als Jenny versuchte, die Leine in das Halsband einzuklinken. Am Hals lässt sie sich noch immer ungern berühren. Als die Leine aber befestigt war, bereitete sie Norka wie auch schon das Halsband letzte Woche überhaupt keine Probleme. Selbst als die Leine Jenny aus der Hand glitt und Norka sie hinter sich über den Boden schleifte, löste das keinerlei Angstreaktionen bei ihr aus. Nur die Leine wieder zu greifen, gelang Jenny nicht so schnell! Tja, wenn jemand die Kontrolle übernehmen will, muss man sich schnell etwas einfallen lassen. Aber Jenny ist sehr zuversichtlich, dass bei der großen Neugier, die Norka an den Tag legt, Spaziergänge bald zum Tagesablauf gehören und Norka sie genießen wird.

Buska8

Buska

Buska „taut“ zunehmend auf, sie merkt wohl endlich, dass ihr niemand etwas tun will. Allerdings orientiert sie sich im „Guten wie im Schlechten“ noch sehr an Norka. Sie läuft mit ihr in den Auslauf, sucht nach Leckerchen, folgt ihrer Hundefreundin aber auch gleich wieder in den Zwinger, wenn Norka dort die Leckerchen in der Hütte genießen will. Wenn Kinder in der Nähe des Auslaufs spielen, bleiben beide Hunde friedlich und beobachten ohne Angst, was da vor ihrem Zaun passiert. Nur der neue Pensionshund wurde lautstark „begrüßt“.

Insgesamt ist Buska aber wesentlich ausgeglichener und gelassener geworden – wenn Jenny nicht gerade mit der Leine kommt. Dann bringt sie sich lieber schnell in Sicherheit. Mittlerweile akzeptieren sie sich gegenseitig beim Fressen. Buska duckt sich nicht mehr weg, wenn Jenny neben ihnen sitzt. Und Norka muss auch nicht mehr davon abgehalten werden, Buska das Fressen zu stibitzen. Na ja, der Napf des anderen wird natürlich noch einmal gründlich ausgeleckt!


Stand 04.04.2014


Was für wundervolle Nachrichten!

Buska hat endgültig den Schritt in die große, weite Welt gemacht. Zusammen mit Norka kommt sie nun immer in den Auslauf, sobald die Zwingertür geöffnet wird. Eine Kollegin von Tierpflegerin Jenny konnte die beiden bei ihren Futtersuchspielen im Auslauf aufs Foto bannen.

Buska und Norka im Auslauf

Buska und Norka im Auslauf

Ja, richtig gehört! Auch Buska sucht nun eifrig nach den heiß geliebten Belohnungen. Es entsteht sogar ein richtiger, kleiner  Konkurrenzkampf! Sie feuern sich gegenseitig bei der Suche an. Ab und an noch ein kleines Zittern bei Buska, ein Hauch von Angst, wenn z.B. ein Wind aufkommt – aber der Wunsch, die Futterbröckchen als erster zu finden, überwiegt die Furcht und Unsicherheit. Da Buska so sensibel auf Windbewegungen reagiert und die wehenden Decken, die anfangs als Sichtschutz über den Zaun des Auslaufs gelegt worden waren, sie verunsicherten, hat Jenny die Decken wieder entfernt. Und siehe da, kein Protest – weder von Buska und Norka noch von den anderen Hunden. Norka wird immer forscher und ist Jenny fast ausgebüchst, als sie schnell noch eine Dose Leckerlis holen wollte und der Auslauf offenstand. Aber Norka ließ sich sofort überreden, wieder zurück zu kommen.

Suchspielchen im Auslauf

Suchspielchen im Auslauf

Jenny meint, Buska hätte schon etwas von ihrem Übergewicht verloren, sähe richtig „schmal um die Taille“ aus. Das wäre ihr zu wünschen und die tägliche Bewegung wird schnell ein Übriges tun. Norka allerdings ist noch immer ein richtiges, kleines Pummelchen! Vielleicht lässt sich Jenny zu schnell von der stubsenden  Nase erweichen, die die Leckerchen aus der Hand einfordert. Aber dieser Form von Zutraulichkeit ist wirklich schwer zu widerstehen, besonders wenn man bedenkt, was für ein Fortschritt in der Entwicklung dieses Verhalten von Norka darstellt!
Buska ist noch nicht so selbstsicher, hält aber den Blickkontakt aufrecht, wenn Jenny Futter ins Spiel bringt. Auch wenn sie sie streichelt, schaut ihr Buska entspannt in die Augen. Und einmal ist es Jenny bereits gelungen, Norka außerhalb der Hütte zu streicheln. Sie verkroch sich auch nicht in die Hütte, als der Zwinger gereinigt wurde, sondern lag in der Ecke des Zwingers auf ihrer Decke und beobachtete das Geschehen. Ein Halsband trägt Norka nun auch wieder. Wenn ihr auch die enstsetzte Frage „Oh Gott, was wird denn das?“ ins Gesicht geschrieben stand, als Jenny ihr das Halsband anlegte, macht es ihr keinerlei Probleme, es nun ständig zu tragen.

Folglich steht nun der nächste Schritt in ein normales Leben an: Wie wird Norka auf das Anleinen reagieren?
Wir drücken fest die Daumen, dass auch dies bald zum Alltag gehört, denn es ist zu erwarten, dass Norka Spaziergänge lieben wird, wenn erst einmal die Unsicherheit überwunden ist!


Spenden März 2014


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Stand 28.03.2014


Buska 7

Hin- und hergerissen zwischen ihrer panischen Angst und den verlockenden Leckerchen, die es dort draußen im Auslauf zu ergattern gibt, pendelt Buska seit kurzem hektisch zwischen ihrer Hütte und der neuen, großen Freiheit hin und her. Gegen Ende des Tages nimmt sie dann allen Mut zusammen, verlässt ihre einzige Zuflucht vor der gefürchteten Welt und stellt sich zusammen mit Norka ganz vorsichtig der neuen Herausforderung. Jenny gibt das Hoffnung, dass Buska nun langsam ihren Widerstand aufgibt und in ihrem Kopf endlich das ersehnte „Umdenken“ begonnen hat. Norka dagegen ist gar nicht mehr zu bremsen! Sie jammert, wenn es ihr nicht schnell genug geht, bis Tierpflegerin Jenny den Zwinger öffnet. Dann wird freudig sofort alles abgeschnüffelt und das Revier abgesteckt. Es gehört mittlerweile auch zum Programm, die anderen Zwinger genau zu begutachten.

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Angesichts dieser Unterschiede im Verhalten erstaunt es Jenny immer wieder, dass sich Buska ohne erkennbare Anzeichen von Angst oder Misstrauen streicheln lässt, wenn sie in ihrer Hütte liegt, Norka dagegen den Kopf leicht senkt, die Ohren anlegt und damit ihre noch vorhandene Unsicherheit zeigt. Das Bürsten dagegen lässt Norka sich ohne Protest gefallen. Bei Buska hat Jenny das noch nicht ausprobiert, da sie noch nicht genug Vertrauen aufgebaut hat. Dies zeigt Buska auch deutlich, wenn Jenny die Leine in der Hand trägt. Dann verschwindet sie augenblicklich in die Hütte. Norka beeindruckt das gar nicht mehr. Selbst wenn die Leine einmal auf die Erde fällt, zeigt sie keine negative Reaktion. Möglicherweise kann man bald einmal ausprobieren, die Leine anzulegen.

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Deutlich zeigt sich Norkas Abneigung gegen Männer. Selbst wenn Jennys männliche Kollegen nur an Auslauf oder Zwinger vorbeigehen, ist Norka sofort verschwunden. Frauen akzeptiert sie dagegen durchweg  gut. Und zu ihrer Pflegerin hat sie völliges Vertrauen: Vor kurzem kroch sie sogar zwischen ihren Beinen hindurch und brachte Jenny zum Lachen!


Stand 21.03.2014


Mittlerweile hat Norka den Auslauf sehr gut angenommen und kommt freudig angelaufen, wenn Jenny zum Gehege kommt. Sobald die Tür vom Zwinger aufgeht, läuft sie sofort hinein und beschnuppert alles. „Na wo bleiben die Leckerchen?“, scheint ihr Blick zu sagen. „Mach schon, versteck sie, ich will suchen!“ Futter- Suchspielchen sind gerade ihre Lieblingsbeschäftigung. Der ängstliche Blick gehört endgültig der Vergangenheit an, keine weit aufgerissenen Augen mehr, kein Weglaufen.

Norka 15

Im Gegenteil – Norka wird geradezu keck. Steht Jenny im Weg, z.B. vor dem Ausgang der Hütte und die anderen Hunde fangen an zu bellen, wird Jenny zur Seite geschoben. Schließlich muss man ja gleich schauen, was da wohl los ist! Norka geht auch schon auf Entdeckungsreise, besucht andere Zwinger, beschnüffelt alles ausgiebig… okay, wenn keiner zu Hause ist. Mit anderen Hunden versteht sie sich nicht gut, da wird sofort lauthals gezeigt, wie man dazu steht. Jenny freut sich sehr, dass Norka so zutraulich geworden ist und ihr die Suchspielchen so gut gefallen. So bekommt sie wieder etwas mehr Bewegung, aber vor  allem wird der Kopf beschäftigt – Norka muss sich ihr Futter erarbeiten. Buska macht Jenny allerdings Sorgen, denn sie will so gar keine richtigen Fortschritte machen. Steht die Tür zum Auslauf offen, kommt sie nicht aus der Hütte. Erst wenn Jenny diese schließt, hat Buska genug Sicherheit, sich im Zwinger frei zu bewegen. Vielleicht bringt die Spende der beiden Patenklassen aus der Mahntegrundschule Herzberg am Harz bald eine Besserung der Situation. Mit dem Geld kann ein Ergänzungsfuttermittel gekauft und jedem der Hunde 50 Tage lang verabreicht werden. Es hilft bei der Bewältigung von Angst- und Stresssituationen. Die Grundschüler hoffen, dass so das Verhaltenstraining besonders bei Buska endlich Früchte tragen kann.


Stand 14.03.2014


Gut dass Liebe (und Vertrauen) durch den Magen geht, sonst hätte man bei den beiden Angsthunden Buska und Norka wenig Möglichkeiten, das nötige Vertrauen in den Menschen wieder aufzubauen. Das hat man bei der neusten Entwicklung in der Tierauffangstation Labömitz gesehen, wo vor zwei Tagen für die beiden Hundedamen ein eigener Auslauf von ca. 40 m² direkt an ihren Zwinger angeschlossen wurde. Buska und Norka kamen zwar aus ihrem Zwinger, erkundeten die neue Freiheit und erledigten gleich einmal ihre „Geschäfte“, doch ängstigte die „weite Welt“ Buska schnell so, dass sie nach ihrem kurzen Ausflug nicht wieder aus ihrer gewohnten Umgebung, der Hütte in ihrem kleinen Zwinger herausgekommen ist. Norka, die ja bereits großes Zutrauen zu ihrer Pflegerin Jenny aufgebaut hatte, reagierte auch nicht wie erwartet. Als sich Jenny zu ihr in den Auslauf gesellte, verzog sie sich ebenfalls wieder in den Zwinger. An der Reaktion der Hunde lässt sich deutlich ablesen, wie tief die Ängste in ihnen verankert sind. Daraufhin ließ Jenny die beiden erst einmal in Ruhe. Bald zeigte Norka wieder Neugier und Interesse an dem neuen Gelände, war aber immer noch sichtbar ängstlich und bellte, wenn sie die anderen Hunde wahrnahm. Also wurde der Auslauf mit einem Sichtschutz aus Decken versehen, um ihnen Sicherheit zu geben. So traute sich Norka wieder auf Erkundungstour  in den Freilauf zu gehen, zeigte aber bereits nach 5 Minuten Bewegung mit Hecheln und vermehrtem Trinken, wie anstrengend diese neue Herausforderung für sie ist. Wie schön war es da schließlich in der Sonne auszuruhen und die Wärme zu genießen.

Norka

Norka

Mit einem Bestechungsversuch der besonderen Art, hat Jenny dann doch wieder etwas Vertrauen von Norka zurückgewinnen können. Die Tubenleberwurst brachte ein zaghaftes Schwanzwedeln zu Tage, mit dem Jenny im Auslauf geduldet wurde. Vielleicht akzeptiert sie so auch bald die Leine, die Jenny oft mit in den Zwinger nimmt. Solange sie nur auf der Erde liegt, wird sie ohne Angst beschnüffelt, sobald Jenny sie aber in die Hand nimmt, sucht Norka sofort das Weite.

Norka und Buska

Buska ist nun auf dem Stand wie Norka zu Beginn des Aufenthalts: Sie schaut aus der Hütte, wenn Jenny kommt, beobachtet genau, ob es etwas zu fressen geben könnte und lässt sie nicht aus den Augen.

Es steht noch viel Arbeit mit ihnen an, bis aus ihnen „normale“ Hunde geworden sind.


Stand 07.03.2014


Tierpflegerin Jenny freut sich, dass Buska und Norka in diesen ersten Wochen bei ihr wesentlich entspannter geworden sind.

Norka und Buska

Als sie die beiden das erste Mal im polnischen Tierheim kennen lernte, waren sie total panisch, zitterten am ganzen Leib, wenn man sich ihnen nur näherte. Damals schätzte sie Norka als schwieriger ein als Buska, denn Norka kam überhaupt nicht aus ihrem Zwinger und drückte sich nur in eine Ecke. Buska rannte damals aus ihrem Zwinger, drehte eine Runde im Innenhof, sicherlich jedoch aus reiner Panik. Sieht man Norka jetzt, wie sie ihre Pflegerin freudig begrüßt, sie stubsend auffordert, die Leckerchen rauszuholen und schließlich sogar die Nase in die Tasche steckt, um nach weiteren zu suchen, spürt man deutlich den Entwicklungsschub. Sie zittert auch nicht mehr und spannt ihren ganzen Körper an, wenn man versucht sie zu streicheln. Im Kopfbereich findet Norka das mittlerweile ganz angenehm, berührt man andere Teile ihres Körpers, senkt sich allerdings der Kopf und sie dreht sich weg, ein deutliches Zeichen dafür, dass ihr das noch nicht ganz geheuer ist. Nimmt man die Hände weg, nimmt sie aber sofort wieder Kontakt auf und begleitet Jenny bei allen Aktivitäten im Zwinger. Auch Buska lässt sich streicheln, ist aber bei allem, was im Zwinger passiert, verhaltener und beobachtet nur.

Norka

So auch bei dem letzten „tierischen Besucher“, der Tierheimkatze, bei der Norka sich lange in lautes Gebell steigerte, als diese am Zwinger vorbeilief. Da Norka in letzter Zeit häufiger ausdauernd bellte, probierte Jenny das erste Mal aus, wie Norka auf die Leine reagiert. Vielleicht brauchte sie nun mehr Beschäftigung, da sie im Zwinger so viel zutraulicher geworden war. Die Information, dass sie in Polen ab und an bereits an der Leine gelaufen und daran gewöhnt waren, bestätigte sich leider nicht. Norka zog sich sofort zurück und verkroch sich. Sie zeigte wieder panische Abneigung gegen Leine und Halsband, das Jenny ihnen gleich zu Beginn ihres Aufenthaltes abgemacht hatte, weil es ihnen unangenehm und zu eng war. Jenny wird nun so gruselige Dinge wie Bürste, Halsband und Leine oft und regelmäßig mit in den Zwinger nehmen und sie mit etwas Positivem in Verbindung bringen. Was bietet sich da besseres an als Leckerchen. Und wir hoffen, dass sich die Scheu davor bald legen wird, denn mehr Bewegung täte den übergewichtigen Hundedamen sehr gut. Und damit wäre auch wieder ein Stück mehr vom normalen Hundealltag in das Leben der Angsthunde eingekehrt.


Spenden Februar 2014


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Stand 28.02.2014


Buska hat bislang nur wenig ihrer Scheu ablegen können, aber immerhin kommt sie bereits aus ihrer Hütte, wenn sich Tierpflegerin Jenny außerhalb des Zwingers aufhält und sie ruft.

Buska

Innerhalb des Zwingers hat sie noch wenig Vertrauen aufbauen können, nur mit Leckerchen ist Buska nicht so auf ihre Ängste fixiert. Mit ihr wird noch sehr viel gearbeitet werden müssen, bis sie in eine Pflegefamilie umziehen kann. Norka entwickelt sich dagegen gut. Sie ist sehr interessiert an dem, was Jenny im Zwinger tut. /pGleich ob sie den Zwinger reinigt oder sich mit einem Buch zu den beiden se versuchte es sich wieder abzustreifen.strongstrong Norka Norkatzt, Norka schnuppert interessiert. Und wenn Jenny dann noch so etwas Leckeres wie gekochtes Lamm mitbringt, wird sie schon von Weitem schwanzwedelnd begrüßt und Norka kann es dann gar nicht abwarten! An ihrem Verhalten kann man die freudige Ungeduld spüren: „Komm, beeil dich, ich warte auf dich… (und natürlich auch auf das leckere Fresschen!)“ Auch das Leben außerhalb des Zwingers nimmt sie freudig interessiert wahr, alles wird beobachtet, sie zeigt keine Scheu fremden Besuchern gegenüber, die an ihrem Zwinger vorbeigehen. Anders da die Reaktion auf die anderen Hunde, die in der Auffangstation betreut werden: Da wird schon einmal gebellt oder auch die Zähne gezeigt, wenn ein anderer Hund zum Gassi gehen vorbeigeführt oder zum Auslauf gebracht wird. Wenn auch Fremde in naher Entfernung des Zwingers kein Problem für sie darstellen, geht Norka allerdings noch sofort auf Distanz und zieht sich zurück, sobald sie das Gefühl hat, jemand Fremdes will in den Zwinger kommen. Und solange es noch Situationen innerhalb des Zwingers gibt, auf die sie unsicher und mit Rückzug reagiert, ist noch nicht daran zu denken, sie auch in den Freilauf zu bringen oder gar mit ihr an der Leine das Gassi gehen zu üben.

Bus ka und Norka

Wenn man auch am Anfang glaubte, die beiden Hunde könnten nur zusammen vermittelt werden, hat Pflegerin Jenny nun eher das Gefühl, dass sie gar nicht aufeinander fixiert sind. Auch wenn sie ein Schicksal hatten und in Polen zusammen in einem engen Zwinger gehalten wurden, zeigen sie sich in ihrem neuen Umfeld eher als Einzel-persönlichkeiten: Es sind keine Hunde, die alles nur zusammen machen können oder gar eng beieinander liegen. Tierpflegerin Jenny muss sogar aufpassen, dass Norka Buska nicht das Futter wegfrisst oder ihr unmissverständlich zu verstehen gibt, das Futter ist meins! Eines kann Jenny jedoch schon mit Sicherheit sagen: Da Norka wesentlich schneller Fortschritte in ihrer Resozialisierung macht als Buska, wird sie auch eher in eine Familie umziehen können.


Stand 21.02.2014


Als Buska (8 Jahre) und Norka (9 Jahre) vor ca. drei Wochen in der Auffangstation in Labömitz einzogen, waren sie so verängstigt, dass sie sich sofort in ihre geräumige, mit Decken und Kissen gemütlich ausgestattete Hütte verkrochen und erst einmal nicht mehr herauskamen. Die beiden alten Hundedamen haben in ihrem Leben bislang wenig Zuwendung erfahren und nicht viel mehr kennen gelernt als ihren Zwinger in einem polnischen Tierheim. Dort hatten sie sich bereits komplett aufgegeben und wurden deshalb nach Deutschland gebracht. Hier müssen sie nun ganz langsam, mit viel Geduld wieder an die Gegenwart des Menschen gewöhnt werden. Tierpflegerin Jenny betreut die beiden Hunde. Sie setzt sich drei bis viermal am Tag für ca. eine halbe Stunde zu ihnen in den Zwinger und versucht über besonders leckeres Futter wie z.B. Fleischwurst ihr Vertrauen zu gewinnen. Das gelingt ihr bei Norka bereits ganz gut. Norka zeigt sich insgesamt wesentlich aufgeschlossener als ihre Hundefreundin Buska. Bereits am zweiten Tag war schon ein wenig Interesse an der Welt außerhalb der Hütte zu erkennen: Norka schaute oft aus ihrer Hütte und beobachtete vorsichtig, was draußen so alles vor sich ging. Mittlerweile ist sie schon wesentlich offener und aktiver, sie ist morgens bereits draußen im Zwinger und erwartet freudig wedelnd ihre neue Bezugsperson Jenny.

Norkas Lieblingsplatz

Norka liegt viel auf ihrem Lieblingsplatz vor ihrer Hütte und kommt auch schon, wenn man sie nur ruft. Sie lässt sich zwar streicheln, zeigt aber noch deutlich, dass ihr menschliche Hände noch ein wenig unheimlich sind. Bei Buska sind das Misstrauen und die Angst vor menschlichem Kontakt sehr viel stärker ausgeprägt. Sie ist noch äußerst zurückhaltend und schüchtern, nähert sich zwar den Pflegern, die Leckerchen anbieten, verschwindet aber sofort in ihrer Hütte, wenn jemand ohne Futter näher kommt. Kein Wunder also, dass es ihrer Pflegerin Jenny bislang nicht gelungen ist, neue Fotos von ihr zu machen. Jenny freut sich darüber, dass es keine akuten gesundheitlichen Probleme mehr gibt. Der anfängliche Durchfall, sicherlich zum Teil auch stressbedingt, ist überstanden. Auch die Futterumstellung hat gut geklappt. Anfangs bekamen die Hundedamen nur Dosenfutter, gewöhnen sich aber nun auch an Trockenfutter.


Spendenaufruf vom 15.02.2014


Wir können nicht die Hunde der ganzen Welt retten, aber die Welt dieser beiden armen, alten Hundeseelen schon… sie haben es verdient, auf ihre alten Tage noch einmal die Wärme und Geborgenheit eines eigenen Zuhauses spüren zu dürfen. Helft alle mit, unseren Herzenswunsch zu verwirklichen!

NorkaBuska

Den ersten Schritt haben wir schon getan:  Buska (8 Jahre) und Norka (9 Jahre), zwei typische Angsthunde, die ihr ganzes Leben nicht viel mehr gesehen haben als ihren Zwinger in einem polnischen Tierheim, befinden sich mittlerweile in einer Auffangstation in Labömitz. Ohne den nötigen, regelmäßigen menschlichen Kontakt haben sie sich vollständig aufgegeben und es bedarf nun unendlicher Geduld und Zeit, ihr Vertrauen in den Menschen zurückzugewinnen, all ihre Ängste abzubauen und sie soweit zu resozialisieren, dass sie irgendwann einmal an eine passende Endstelle vermittelt werden können. Diese Zeit möchten wir ihnen schenken… aber diese Zeit kostet auch Geld. Die monatliche Aufwandsentschädigung für ihre Unterbringung und die Arbeit mit ihnen beträgt ohne Futter und Tierarztkosten schon 300 Euro. Das ist viel Geld und wir wissen noch nicht einmal, wie lange wir diesen Betrag aufbringen müssen und ob wir jemals ein Zuhause für sie finden werden …

aber schaut in ihre Augen und ihr wisst, der Versuch ist es wert!

Wenn wir viele Paten finden können, die regelmäßig einen kleinen, finanziellen Beitrag leisten, können wir alle gemeinsam diesen zweiten Schritt realisieren. Schon 5 Euro monatlich bringen uns unserem Ziel näher… und wenn man diesen Betrag irgendwann aus welchen Gründen auch immer nicht mehr erübrigen kann, ist die Patenschaft jederzeit wieder kündbar.


Ganz herzlichen Dank an alle,

die uns mit einer Spende für unsere Angsthunde Buska und Norka
bei unserer Liebeserklärung an alte, schwer vermittelbare Hunde unterstützen!

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Februar 2014

Buskas und Norkas Patenklassen 50 €
Anonym 50 €
Selli´s Musik Markt, Neumünster 20 €
Andrea Rothenburg 50 €
Beate Westphal 40 €

März 2014

Macarena Sanhueza Gonzalez 20€
Marion Loebel 20  €
Lars Petersen 100 €
Alexandra Anna-Maria Bencinic-Tronicsek 300 €
Buskas und Norkas Patenklassen 100 € für Ergänzungsfuttermittel

April 2014

Buskas und Norkas Patenklassen 350 €

Mai 2014

Buskas und Norkas Patenklassen 20 €
Connie Schmidt 100 €

Juni 2014

Buskas und Norkas Patenklassen 25 €

Juli 2014

Sabine Härtl
Buskas und Norkas Patenklassen
102 € für Ergänzungsfuttermittel

August 2014

Buskas und Norkas Patenklassen 10 €

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