Victoria’s Seite
Unsere Victoria❤
- geb. August 2026
Update 05.09.2026 – VICTORIA
– Die Siegerin.
Ihre vier Geschwister haben es nicht geschafft. Die Mama hatte keine Milch. Ihre Eltern sitzen bis heute in Zwingern bei einem Jäger auf Mallorca – legal. ![]()
Warum habe ich unserer kleinen Galga den Namen Victoria gegeben? Vor fast 100 Jahren lebte an der Seite König Alfons’ XIII. Königin Victoria Eugenia – eine Frau, deren große Liebe zu Tieren und Hunden historisch überliefert ist. Ausgerechnet ihr Mann schrieb ein ganz anderes Kapitel der Galgo-Geschichte. Ende der 1920er-Jahre wollte Alfons XIII. Galgorennen mit Wetten in Spanien etablieren. Unter Miguel Primo de Rivera wurde die Genehmigung zunächst verweigert.
Erst unter Dámaso Berenguer wurden Rennen und Wetten 1930 zugelassen. Der Club sollte offiziell gemeinnützig und nicht auf privaten Gewinn ausgerichtet sein.
Die Einnahmen aus Rennen und Wetten sollten der Förderung, Erhaltung und Pflege des spanischen Galgos zugutekommen. Doch aus diesem offiziell gemeinnützigen Zweck wurde ein lukratives Geschäft.
Nach dem Ende der Monarchie wurde dieses Geflecht untersucht, wenige Jahre später wurden die damaligen Genehmigungen wieder aufgehoben. Fast 100 Jahre später kämpfen wir noch immer für dieselben Hunde. Heute geht es nicht mehr um das damalige Wettgeschäft, sondern um politischen Einfluss.
Jagdhunde wie Galgos und Podencos sowie weitere Jagd- und Arbeitshunde wurden aus dem spanischen Tierschutzgesetz ausgenommen. Genau deshalb heißt sie VICTORIA. Victoria bedeutet SIEG. Sie steht für Würde, Stolz und für all ihre Freunde, die endlich denselben Schutz verdienen wie jeder andere Hund.
Update 30.08.2026 – Unser Galgo-Mädchen hat einen Namen
Unserem Mädchen geht es so gut! Sie hat sich in diesen wenigen Tagen so toll entwickelt, und wir sind einfach nur glücklich, dass wir heute so positiv für sie in die Zukunft schauen können.
Vielen, vielen Dank auch für eure unglaublich vielen Namensvorschläge. Viele wunderschöne Namen waren dabei – allerdings gab es einige davon in unserer Jake Family tatsächlich schon. Wenn man wie ich seit fast 20 Jahren mit so vielen Hunden zusammenlebt, wird es irgendwann wirklich zu einer Herausforderung, einen Namen zu finden, der nicht schon einmal vergeben war.
Aber: Ich habe ihn gefunden.
Und das Spannende daran: Erst im Nachhinein habe ich recherchiert und festgestellt, dass hinter diesem Namen sogar eine ganz besondere Geschichte steckt. Eine Geschichte, die erstaunlich gut zu unserem kleinen Mädchen und zu dem passt, wofür wir kämpfen.
Es geht um das Königshaus und natürlich um Galgos. Und darüber möchte ich euch demnächst mehr erzählen.
Update 27.08.2026 – Ein emotionales Gewitter.
Tag zwei mit unserem kleinen Galgo-Baby. Die Einzige von fünf, die überlebt hat. Vier Geschwister sind gestorben. Die Mutter hatte keine Milch. Und während ich dieses winzige Wesen im Arm halte, treffen in mir zwei Welten aufeinander. Da ist die Warmfront: unendliche Liebe, Nähe, Hoffnung und dieser eine Gedanke – Du sollst leben. Du sollst erfahren, wie sich Geborgenheit anfühlt. Und dann kommt die Kaltfront. Die Bilder ihrer Eltern. Die Haltung beim Jäger. Die Wut. Die Verzweiflung darüber, dass so etwas noch immer Realität sein darf. Genau daraus entsteht dieses Gewitter in uns Tierschützern: Wir lieben diese Tiere so sehr – und verzweifeln gleichzeitig an dem, was Menschen ihnen antun. Und dieses Gewitter in mir kommt nicht zur Ruhe. Aber für sie muss die Warmfront stärker sein. Denn sie hat überlebt. Und jetzt beginnt ihr Leben. Drei Haselnüsse hat sie nicht – aber diese drei Wünsche hat dieses kleine Mädchen ganz bestimmt:
- Einen Namen. Noch hat sie keinen. Habt ihr einen Namen für sie, der zu ihr passt?
- Veränderung. Sie wünscht sich eine Zukunft, in der Galgos und andere Jagdhunde nicht länger weniger wert sind. Bitte unterschreibt unsere Petition „Europa darf nicht wegsehen – Gleiches Recht für alle Hunde!“
26.08.2026 – EIN BABY HAT ÜBERLEBT.
Mallorca – unsere Lieblingsinsel. Gestern erhielt ich einen Anruf: Ein gerade einmal vier Wochen altes Galgo-Mädchen braucht dringend Hilfe. Ihre vier Geschwister sind bereits gestorben. Die Mutter hatte keine Milch – und nach allem, was uns berichtet wurde, hat sich der Jäger auch nicht darum gekümmert, die Babys anderweitig mit Welpenmilch zu versorgen. Vier kleine Leben sind gestorben. Erst ein Freund des Jägers soll sich schließlich um das letzte überlebende Baby bemüht und dafür gesorgt haben, dass die Kleine eine Chance bekommt. Ich habe Fotos von Mutter und Vater gesehen: zwei wundervolle schwarze Galgos, getrennt voneinander unter erbärmlichen Bedingungen in bunkerartigen Zwingern bei einem Jäger gehalten und zusammengeführt, um Nachwuchs zu produzieren. Die Kleine wurde mir an einem vereinbarten Treffpunkt liebevoll übergeben. Wo genau Mutter und Vater gehalten werden, weiß ich nicht. Ich kenne ausschließlich die Fotos und habe keine Information über den Standort. Sonst wäre für mich natürlich klar, dass ich mir die Situation vor Ort selbst ansehen würde. Dass die Mutter keine Milch hatte, kann durchaus auch mit den schlechten Haltungsbedingungen, permanentem Stress und einer möglicherweise unzureichenden Versorgung zusammenhängen. Und es wird weiterproduziert. In diesem aktuellen Fall unter Bedingungen, unter denen vier von fünf Babys gestorben sind. Mit 20 Tagen wurde die Kleine von ihrer Mutter weggenommen und zu einer Amme gebracht. Zehn Tage später haben wir sie dort abgeholt und zu uns geholt.
In dem Video seht ihr unseren ersten Versuch von gestern, ihr Welpenmilch mit der Flasche zu geben. Sie weiß überhaupt nichts damit anzufangen und zeigt keinen Saugreflex. Wir sind glücklich, dass sie selbstständig frisst und mit großem Appetit ihr Nassfutter aufnimmt, das wir jetzt entsprechend anreichern. Natürlich wurde sie heute Morgen sofort unserem Tierarzt vorgestellt und gründlich untersucht. Herz, Temperatur, Reflexe und Allgemeinzustand sind unauffällig. Aufgrund ihrer neurologischen Auffälligkeiten bekommt sie derzeit zusätzlich Vitamin B und Cortison.
Die Kleine zeigt erhebliche Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen, die zu einem Vestibularsyndrom passen: Ihr Kopf steht schief, sie läuft teilweise rückwärts, dreht sich im Kreis, fällt um und rollt über den Boden. Und dann gibt es wieder diese wunderschönen Momente, in denen sie läuft, spielt und sogar kleine Sprünge macht.
Ob ihre neurologischen Probleme angeboren sind oder die Unterversorgung und die Bedingungen ihrer ersten Lebenswochen eine Rolle gespielt haben, können wir heute noch nicht sagen. Jetzt zählt nur: Sie soll leben, Kraft bekommen und jede Chance erhalten, die wir ihr geben können.
Dieses kleine Mädchen zeigt einmal mehr, warum es nicht reicht, immer nur einzelne Hunde zu retten. Natürlich werden wir weiterhin für Galgos und ihre Freunde da sein und helfen, wo immer wir können. Aber solange sich an den politischen Rahmenbedingungen nichts ändert, retten wir einen – und die nächsten werden schon wieder nachproduziert. Es muss sich politisch etwas verändern. Es ist schwer. Verdammt schwer sogar. Aber nichts zu tun ist keine Lösung. Dieses kleine Galgo-Mädchen hat überlebt. Ihre vier Geschwister nicht. Bitte gebt ihnen eure Stimme. Unterschreibt unsere Petition – openpetition.org/!tangoforfriends. Teilt sie. Sprecht darüber. Helft uns, den Druck zu erhöhen. EUROPA DARF NICHT WEGSEHEN. GLEICHES RECHT FÜR ALLE HUNDE. ![]()
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